The Geek shall inherit the earth.

LCHFAQ in Videoform und Linkliste

2. Oktober 2014 von Knitterfee | Keine Kommentare

Moin Moin – ich hab’s wieder getan, und so gibt es ein neues Video zum Thema LCHF von mir Smile

Und ne Linkliste noch dazu, weil sich die Infobox ja auch immer nicht so toll liest, gell.

Annika “Sudda” Rask – Entpuppt  *
Felix Olschewski –  Urgeschmack Einstieg *
LCHF.de Liste mit geeingneten Lebensmitteln
Rezept LCHF-Walnussbrötchen
Foodsharing
FDDB (Ernährungstagebuch)

Und weil beim letzten Video mehrfach die Frage kam, ob man das teilen darf: Ja. Dafür isses ja da Wink

*Affiliate-Links

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Radi-Aid – Africa for Norway.

18. November 2012 von Knitterfee | 6 Kommentare

Als ich dieses Video sah, war mir eigentlich von Anfang an klar, dass es sich um Satire handelt. Handeln muss. Dann habe ich gelacht. Dann habe ich mich gefragt, warum. Und dann habe ich beschlossen, mir meinen eigentlich schon geplanten Rant über die Vorweihnachtszeit und die Spendenaufrufe der Hilfsorganisationen mit den großen Plakaten mit hungernden traurigen Kindern nicht zu schreiben, und stattdessen etwas nützliches zu tun und meinen Senf hintendran zu senfen.


Die Macher des Videos erklären auf Ihrer Seite http://www.africafornorway.no/why ganz genau, warum sie dieses Projekt gestartet haben, und weil ich weiß, dass vielen das lesen und verstehen auf Englisch nicht leicht fällt, habe ich die Erklärung so gut ich konnte übersetzt. Wenn jemand Berichtigungen hat, freue ich mich über einen Kommentar.

Warum Afrika für Norwegen?

Stell Dir vor, alle Menschen in Afrika würden das “Afrika for Norway” Video sehen – und dies ware dies wären die einzigen Informationen, die sie jemals über Norwegen bekommen haben. Was würden sie über Norwegen denken?
Wenn wir über Afrika sprechen, woran denkt Ihr dann? Hunger, Armut, Kriminalität und AIDS? Kein Wunder, denn in den Spendenkampagnen und Medien ist es hauptsächlich das, wovon Ihr hört.

Die Bilder, die wir üblicherweise in Spendenaufrufen sehen, sind Bilder von armen afrikanischen Kindern. Hunger und Armut sind schlimm, und es ist wichtig, zu handeln. Aber diese Bilder sorgen nur für kurze Zeit für Aufmerksamkeit und Beteiligung, und wir machen uns Sorgen, dass viele Menschen ihre Unterstützung einstellen, weil sie den Eindruck haben, dass nichts besser wird. Afrika sollte nicht nur etwas sein, wohin die Menschen geben – oder das die Menschen aufgeben.

Die Wahrheit ist, dass es viele positive Entwicklungen in den afrikanischen Ländern gibt, und wir möchten, dass diese bekannt werden. Wir müssen die vereinfachten Problembeschreibungen über Afrika ändern. Wir müssen uns selber über die komplexen Probleme in Afrika informieren und uns mehr darauf konzentrieren, wie die westliche Welt einen negativen Einfluss auf Afrika hat. Wenn wir diese Probleme unserer Welt bekämpfen wollen, müssen wir es basierend auf Wissen und Respekt tun!

Was wollen wir?

Spendensammeln sollte nicht darauf basieren, Stereotypen zu auszunutzen.
Die meisten von uns haben keine Lust mehr, traurige Bilder aus der Welt zu sehen, anstatt echte Veränderungen.

Wir wollen bessere Informationen darüber, was los ist in der Welt, in Schulen, im Fernsehen und den Medien. Wir wollen mehr Nuancen sehen. Wir wollen über die positiven Entwicklungen in Afrika und anderen Entwicklungsländern bescheid wissen, nicht über Krisen, Armut und AIDS. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit darüber, wie die westliche Welt auch einen negativen Einfluss auf Entwicklungsländer hat.

Medien: zeigt Respekt!
Die Medien sollen ethischer in ihrer Berichterstattung werden. Würdest sie ein Bild von einem sterbenden weißen Baby ohne Erlaubnis abdrucken. Journalisten sollten den Rest der Welt genauso behandeln wie ihr eigenes Land.

Hilfe muss auf wirklichen Bedürfnissen basieren, nicht auf gutem Willen. Hilfe und Unterstützung ist nur ein Teil des großen Ganzen; wir brauchen Kooperationen und Investitionen , und wir müssen andere Strukturen ändern, die die Entwicklung in armen Ländern zurückhalten.
Hilfe ist nicht die einzige Antwort.

 

Natürlich wird uns hier nicht die ultimative Lösung für all die Probleme in der Welt geliefert, aber dennoch gibt es vielleicht einen Denkanstoß, sein bisheriges Spendenverhalten zu überdenken, sofern man denn überhaupt eins hat.
In meinem usprünglich geplanten Artikel zu dem Thema, der aber auch nicht viel anders ausgefallen wäre als die Übersetzung von Africa for Norway, wollte ich gerne nochmals auf Kiva hinweisen. Kiva ist eine sogenannte Microcredit-Organisation. Vereinfacht gesagt: Ich kann mir aussuchen, wem ich Geld leihe. Richtig, ich verleihe mein Geld, ich verschenke es nicht. So sieht zum Beispiel derzeit mein Kiva-Portfolio aus:


All diesen Menschen habe ich 25 Dollar oder auch mal 50 Dollar geliehen. Wie man sehen kann, hatte ich eine zeitlang eine Vorliebe dafür, Fotografen Geld zu leihen, momentan bin ich eher wahllos und habe meine letzten beiden Darlehen relativ spontan ausgewählt. Aus den Rückzahlungen der Darlehen, die sich jeden Monat einmal ansammeln, kann man mit der Zeit regelmäßig neue Darlehen geben. Natürlich bekommt man keine Zinsen, und Kiva bittet bei jedem Darlehen auch um Spenden, um die Kosten zu decken, aber diese Spenden sind freiwillig.
Es gibt auch kritische Stimmen zu Kiva, aber da ich selber von dem Konzept sehr überzeugt bin, müsst Ihr Euch diese selber ergoogeln Smile Das Geld kann man sich über Paypal auch wieder auszahlen lassen, das kostet dann aber Gebühren (von Paypal auf ein deutsches Konto, nicht von Kiva zu Paypal soweit ich weiß). Da es momentan finanziell nicht so ganz luftig bei mir aussieht, vergebe ich derzeit nur Darlehen aus Rückzahlungen anderer Kiva-Darlehen.

Hier geht es übrigens zu meinem Kiva-Profil. Ich wünsche Euch einen schönen Rest-Sonntag und einen guten Start in die Woche – und sagt mir mal, was Ihr so vom vorweihnachtlichen Spendenwahn haltet, und von Kiva? Spendet Ihr, und wenn ja nur zur Weihnachtszeit oder ganzjährig, und glaubt Ihr, dass das schlechte Gewissen und die Beeinflussung durch die Medien wirklich so eine große Rolle spielen?


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