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The Carrie Diaries – der Versuch einer schnellen Review
16. Januar 2013 von Knitterfee | 5 Kommentare
Soeben habe ich mir den Piloten des SATC-Prequels “The Carrie Diaries” angesehen und bin, trotz einiger Einwände, schon ziemlich begeistert.
Gleich in den ersten Minuten gibt es ein persönliches AHA-Erlebnis für mich. Wer Sex and the City verfolgt hat, erinnert sich bestimmt an die Szene, in der Aidan und Carrie über den Inhalt ihres Kleiderschranks streiten – als Aidans Hund Pete dann auch noch ein Paar Schuhe frisst, dreht Carrie völlig durch und Aidan sagt sinngemäß: “Er ist ein Hund, was soll er tun, wenn Dein ganzer Scheiß hier rumliegt?!”
Wer sich also wie ich fragte, warum Carrie so an “ihrem Scheiß” hängt und in eben jener Episode feststellt, dass sie ihre Wohnung nicht kaufen kann, dafür aber jede Menge Designerklamotten und Schuhe besitzt, bekommt diese Frage in “The Carrie Diaries” beantwortet.
Wir erfahren, dass Carries Mutter gestorben ist und sie sich mit Ihrer Schwester um die Handtasche Ihrer Mutter streitet, der Vater den Kleiderschrank der Mutter als eine Art Schrein unantastbar gemacht hat, Carrie sonst von Ihrer Mutter zum Ende der Sommerferien zum Klamotten shoppen mitgenommen wurde – es ist ein bisschen so, als hätten 6 Staffeln Sex and the City und 2 Kinofilme plötzlich eine Basis: Mommy Issues.
Die Szenen, in denen der Vater Carrie und später auch ihre Schwester in den Kleiderschrank der Mutter lässt, brechen einem das Herz, und zumindest ich verstand in dem Moment das erste Mal, warum sie so verrückt nach Schuhen und Designerklamotten wurde.
Die Serie spielt in den 80ern, und obwohl man sich große Mühe gegeben hat, mit Soundtrack, Petticoats und riesengroßen Neon-Ohrringen den Style aufzugreifen, kommt das Ganze für mich nicht so richtig rüber. Es wirkt eher so, als wären wir in 2014 gelandet, wo vermutlich die Hipsterwelle ihren Höhepunkt erreichen wird. Der Plot, abgesehen davon dass wir ja schon wissen was in Zukunft passieren wird, erinnert mich eher etwas an Jane by Design (Schulmädchen aus einem Vorort von New York macht ein Praktikum in New York und wird aus Versehen für älter gehalten) und ich frage mich, ob der Part mit dem Doppelleben noch stärker ausgebaut wird oder es relativ zeitnah aufgelöst wird. Im Gegensatz zu Jane by Design ist an Carries Praktikumsplatz auch bekannt, dass sie noch zur Schule geht, aber ihre neuen New Yorker Freunde sind sich dessen glaube ich noch nicht so bewusst.
Wer also Zugang zu amerikanischen Serien hat und Sex and the City mochte, ggf. auch Gossip Girl und Jane by Design, sollte sich The Carrie Diaries nicht entgehen lassen.


