The Geek shall inherit the earth.

Gedingst in anderen Zeiten

4. April 2014 von Knitterfee | Keine Kommentare

Ach… ich hab so viel erlebt in den letzten Monaten, und nun der Versuch, das Ganze in ein Gedingst zu pressen. Here we go. Eine kleine Vorwarnung: Diejenigen von Euch, die es noch nicht mitbekommen haben, sollten wissen dass ich seit einigen Wochen das Team von Shades of Pink verstärke. Es wird also vermehrt auch um diesen Shop gehen, aber die “Werbung” ist vollständig unbezahlt und freiwillig, wenn ich mal Produkte zeige, habe ich die beim Schlammcatchen gegen Janine gewonnen. Und falls Ihr zwischendrin Fotos von der Shades of Pink Facebook-Seite finden solltet, keine Sorge: Die hab ohnehin ich gemacht Wink

|Geknipst|

Street Art. Mein Viertel ist mein Museum, und ich brauch keinen Eintritt zahlen. Die große Liebe.
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Menschen. Einen Menschen. Mal wieder Hafenstraße, Fischmarkt, Hafen, hach, der Hafen und die Menschen immer wieder.
Diesem Menschen könnt Ihr übrigens auf Twitter folgen – auf eigene Gefahr.
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Die Eröffnung vom Shades of Pink Lädchen in Berlin Steglitz. Ein tolles Wochenende, bei dem ich viele tolle Menschen kennengelernt habe und meine Abneigung gegen Berlin etwas ablegen konnte WinkIMG_7673 IMG_7679
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|Gehört|

Wie immer: Ne Spotify-Playlist. Allerdings diesmal nicht so voll, weil nicht so viel neues dazugekommen ist. Allerdings habe ich schon meine Liebe zu Northern & Rare Soul entdeckt – Instant Tanzfieber!

|Getan|

Gefahren geliebt // Den besten Hund der Welt gesittet // Hoodies handbedruckt

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Mich schieben lassen // Schwangere Freundin motiviert // Bis zum umfallen gefeiert
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Dinge in Berlin gefunden // Überteuerten Kaffee getrunken und keinen Cent bereut // mitgenommen
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|Gegessen|

Komisch. Ganz komisch. Abgesehen von regelmäßigem Alkoholkonsum, der meiner Ketose natürlich nicht unbedingt gut tut, bin ich ziemlich gut wieder auf meinem LCHF-Pfad zugange. Neuerdings auch mit Butterkaffee aus meiner tollen Disney-Paris-Tasse <3 Ein Mitbringsel als Dankeschön fürs Lennox-sitten. Als wäre Lennox-sitten nicht schon Dank genug. Die Krawallkröte. Hachz. Zurück zum Butterkaffee: Kaffee machen, Stück Butter reinwerfen, Pürierstab reinhalten, fertig. Ich mach aber immer noch nen Schluck Milch oder Sahne mit rein, weil’s sonst doch ganz schön arg cremig wird. Als Pürierstab habe ich mir einen Moulinex Turbomix** gekauft, mit dem ich auch Mayonaise selbermache. Leckärrrrr!

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Also gibt es meistens den Tag über zwei Butterkaffee, und Abends dann ne große Portion gegen den Bärenhunger. Das war vorgestern ein Dönerteller ohne Reis, gestern Fleischberg mit Salat auf dem St. Pauli Nachtmarkt, und heute Cashew Chicken vom Asia Imbiss. Wie Ihr seht, ich koche gerade nicht so wirklich viel und esse halbwegs akzeptables Fast Food. Ich bin diese Woche nicht ein einziges Mal zum einkaufen gekommen. Zu viel los.

|Gedacht|

Wie immer gilt: wer mir auf Twitter folgt, tut dies auf eigene Gefahr. Denn dort nehme ich noch weniger ein Blatt vor den Mund als hier. Da geht’s manchmal fies zur Sache, und wer das nicht verträgt, sollte diesen Absatz überspringen und vor allem nicht folgen.
Ich weiß ja sowieso nicht wo es langgeht.

 

 

|Gelernt|

Ach, so verdammt viel. Dieser Punkt kann entweder dafür sorgen, dass ich gar nichts konkretes dazu schreibe, oder mir die Nacht um die Ohren schlage.
Der Versuch, es kurz zu halten:

  1. Berlin ist gar nicht mal so Scheiße.
  2. Man sollte sich anderen gegenüber nicht wie ein Arsch verhalten, nur weil man selbst verletzt wurde.
  3. Wenn man das nämlich tut, endet man in einem Pingpong-Spiel, das aus Verletzungen und Demütigungen besteht und niemand wird glücklich.
  4. Man bekommt nicht immer das, was man verdient. Oder vielleicht nicht genau so, wie man es sich vorstellt.
  5. Besonders Liebe. Weil Liebe nicht immer bedeutet, dass man einen Partner hat, der einen liebt. Sondern manchmal auch Freunde – und vor allem man selbst.
  6. Sprüche wie “Du musst Dich selber lieben” sind doof.
  7. Glück beginnt damit, etwas zu riskieren.
  8. Je mehr Angst man hat und besiegt, desto besser wird’s.
  9. Manchmal realisierst Du erst zu spät, dass Du immer das richtige gesagt hast, nur zum falschen Menschen.
  10. Oxytocin. It’s a thing.
  11. Mein Cousin ist voll cool. Vergesse ich immer so halb, aber immer wenn ich ihn sehe ist das eine der besten Begegnungen überhaupt. Danke!
  12. Wenn Du den Spieß umdrehst, renne ich rein. Immer.
  13. Mal gewinnste, mal verlierste, und manchmal weißte nicht, was was ist.
  14. Mediakit zusammenstellen ist wie Kunst-Hausaufgaben machen. Die Sache an sich ist interessant, aber die Aufgabenstellung saugt.
  15. Tanzen hilft.
  16. Manche Menschen sind Experten für hättekönntewolltesollte
  17. Ich bin Expertin für mitvollerWuchtundtotalemGefühlgegendieWand
  18. Bildbearbeiter-Gebot Nummer 1: Du sollst nicht ausflecken, wenn Dein Monitor schmutzig ist.
  19. Wenn ich einmal anfange, hör ich nicht mehr auf.
  20. Oder ich mach was anderes.

|Gefreut|

Über Menschen und Hunde. Kontakte. Leute, denen ich ein Ohr abkauen kann und die gerne zuhören. Sonne! Darüber, dass der Garten endlich schön wird, auch wenn unser  Vermieter immer noch nicht zu Potte kommt und endlich mal nen richtigen Zaun aufbaut. Janine, dieses zauberhafte Ding, die mich beschäftigt mit so toller Arbeit, und mit der ich auch persönlich auf einer Wellenlänge schwimme, die mir das Gefühl gibt, dass ich wirklich nützlich bin und einen Beitrag leiste. Ein Fräulein, deren echten Namen ich Euch verschweige, die zwar auch nur zugezogen ist, aber genau so ein rotznasiges Kiezmädchen ist wie ich. Meine Herzmenschin, die ich nicht beschreiben kann, ausser ich wollte ein Buch schreiben. <3

|Geärgert|

Kein richtiger Gartenzaun. Aber wie durch ein Wunder ist er nun zumindest teilweise pink und gold.

|Gewünscht|

Mein Geburtstag steht kurz bevor, und ich wurde oft gefragt, was ich mir wünsche. Ich verweise dann auf Wunschlisten und mein “Tatoo Money” Glas. Aber eigentlich, und das sage ich immer dazu, will ich nicht darüber nachdenken was mir fehlt, sondern dankbar sein, für das was ich habe. Wünschen würde ich mir tatsächlich eine stabilere finanzielle Situation, aber eine, die mir die Freiheit lässt, das zu tun was ich liebe: Ideen entwickeln, mit aufbauen, andere unterstützen, Anerkennung für das was ich tue bekommen, aber ohne die wackelige Position als Einzelkämpferin und Vollzeit-Selbständige. Ziemlich genau sagt auch meine Superhelden-Typologie. Als ich gesehen habe, dass Testkandidaten für die Validierung dieses Konzepts gesucht wurden, war ich sofort dabei. Hat mich zwar noch nicht an einen konkreten Punkt des Handelns gebracht, aber ein diffuses Gefühl von “Was mach ich nur mit mir, Karriere ist für mich nicht das, was es für viele andere ist, aber ich will doch Erfolg haben, nur eben auf meine Art und Weise” aufgelöst.

|Gekauft|Gekriegt|Geliebt|

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Socken* von Francis et son Ami aus der Schweiz <3

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Ein absolut herzallerliebstes Zigarettenetui mit passendem Feuerzeug. Leider scheine ich mit Männern, die mir Raucherzubehör schenken, nicht so richtig Glück zu haben Frown

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Mein …läuft. Shirt* von St. Poesie. Hachz.

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Nagellacke! Durch die Arbeit bei Shades of Pink bin ich total angefixt mit BarryM und Models Own Lacken. Den Essence Glitter Crackling Lack war ein Geschenk von meiner liebsten Herzmenschin. Und der P2 Nagelhärter ist eine gute und preiswerte Alternative zu MicroCell 2000. 

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Benefit-Junkie. Bekennend! They’re real* ist schon seit Jahren mein Favorit, weil es die einzige Mascara ist, die bei mir keine Panda-Augen macht, aber nicht wasserfest und dementsprechend leicht abzuschminken ist. Zusätzlich ist bei mir auch noch BrowZings* in der Farbe “light” bei mir eingezogen. Für unterwegs gehen die kleinen Pinsel und die Pinzette bestimmt auch mal ganz gut, normalerweise nehm ich aber eine angled brush zum auftragen.
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Naggisch und mit Augenbrauen und Wimpern schön.
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Absolutes Lieblingsduschgel und leider fast alle: TreacleMoon One Ginger Morning. Omnomnom!

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Mein Pinselset von Real Techniques – Sam’s Picks***. Eine Limited Edition mit einem Pinsel, der großartig ist – und nur in diesem Set erhältlich; der Essential Crease Brush. Normale Blendepinsel sind mir meistens zu groß, dieser ist perfekt! Ansonsten noch drin: Multi-Task-Brush, Buffing Brush, Setting Brush, Pointed Foundation Brush und Fine Liner Brush. Am ehesten verzichten könnte ich wohl auf die Foundation Brush und den Fine Liner, aber insgesamt ein hervorragendes Set zu einem super Preis.

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Und das hat so gar nichts mit Beauty zu tun, ist aber soo super lecker: Salatkräuter vom Kräuterhaus in St. Georg. Schmecken total super im Rührei!

So viel für heute. Und Ihr so?

* wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt
** Affiliate-Link
*** Beim Schlammcatchen gegen Janine gewonnen

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Leaving the Comfort Zone – Das Jahr der Wildkröte

19. Februar 2014 von Knitterfee | 1 Kommentar

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Das neue Jahr ist noch jung, und ich habe beschlossen, dieses Jahr häufiger mal meine Komfortzone zu verlassen. Eine Art Konfrontationstherapie gegen meine persönlichen Ur-Ängste. Dass diese Ängste nicht nur meine sind, wurde mir in den letzten Wochen klar. Wovor habe ich Angst? Vor Erfolg und den damit verbundenen Erwartungen – denen meiner Umwelt und meinen eigenen. Und natürlich immer wieder, ausgeschlossen zu werden, nicht akzeptiert zu werden, ausgelacht zu werden.

Die folgende Liste ist ein Auszug meiner Ausflüge in die Welt meiner Ängste. Diesmal nicht in Form eines “gedingst”, weil es doch hauptsächlich ein “gemacht” würde. Gemacht hab ich nämlich jede Menge.

Cover kleinFangen wir mit dem Buch an – nein, nicht mein Buch, sondern Suddas Buch. Ihrem Aufruf, unsere eigenen Erfahrungen mit LCHF zusammenzufassen, bin ich gefolgt und habe zwei Seiten vollgekritzelt.Da Sudda ja mein absoluter LCHF-Guru ist, kann ich das Buch natürlich uneingeschränkt und ungelesen empfehlen Wink

 

Picture 227Dann habe ich mich bewusst dagegen entschieden, ein Jobangebot anzunehmen. Klingt aus meiner Situation heraus vielleicht erstmal nicht so gut, jedoch war mein Bauchgefühl so schlecht und die Parameter so ungünstig, dass ich mich schon direkt in den nächsten Burnout rennen sah. Es ist nicht leicht, so etwas zu tun, aber für mich war es eine Entscheidung für mich, nicht gegen den Job. Mir selbst zu zeigen, dass ich es mir wert bin, nicht jeden Mist mitzumachen und auf mich zu achten, ist eine persönliche Weiterentwicklung, die weitaus wichtiger ist als Geld.

sop_logo_ohnerand_klUnd wenn ich solche Entscheidungen treffe, dann kommt ja meistens ganz viel Tolles als Belohnung hinterher. Zum Beispiel, dass mich Janine vom Online-Shop Shades of Pink gefragt hat, ob ich sie bei Bildbearbeitung und “Mädchen für alles”-Kram unterstützen kann. Da ich ja neben der Jobsuche auch noch ein bisschen etwas dazuverdienen darf, habe ich natürlich sofort ja gesagt und kann nun manchmal vor lauter Schminki-Bildchen im Kopf nicht mehr geradeaus gucken. Und ständig muss ich mein Grafiktablett abwischen, weil ich Nagellacke und Pinsel angeifere.

 

Eine weitere tolle Entscheidung war, mich alleine (bzw. in Begleitung von Lennox, der diese Woche Urlaub bei mir machte) zur Social Media Week zu begeben und beim Dreh des #HappyHH Videos mitzumachen. Auch wenn alles total schnell ging und ich super aufgeregt war, hat es sehr sehr viel Spaß gemacht. Wer kam eigentlich auf die Idee, mir Kaugummi zu geben? Aber egal: Raus aus der Komfortzone, und wenn ich komisch ausseh, ist das eben so Grin

Ich habe am dritten Drehtag zum Video einige Behind-The-Scenes Fotos gemacht, die auch auf flickr zu finden sind:

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Im Rahmen des Projekts habe ich einige wirklich großartige Menschen kennengelernt. Ganz besonders möchte ich mich aber bei Caro bedanken: Charismatisch, energiegeladen und happy!
Ich freu mich sehr, Dich getroffen zu haben.

Die Zeit mit Lennox war für mich sehr lehrreich: Zusätzlich zu zwei Katzen auch noch einen Hund zu versorgen und zu beschäftigen, ist zeitintensiv und anstrengend. Für mich ist, trotz großer Liebe zu Lennox, jetzt klar: Einen Hund gibt’s für mich erst, wenn die Kater irgendwann nicht mehr leben und ich viel, viel Zeit habe.

IMG_6114 Man_hat_sich_arrangiert.

Und dann habe ich da noch so ein kleines, feines Projekt am laufen, über das ich Euch in ein paar Wochen mehr sagen kann. Erstmal soll es noch im Untergrund ein bisschen vor sich hin arbeiten und wachsen Wink

Aber bei aller Selbstbeweihräucherung: Es gibt da noch ein paar Wildkröten, auf die ich Euch hinweisen möchte. Zwei davon habe ich oben schon erwähnt.

Sudda bringt Ihr Buch raus. Wer sich also dafür interessiert, hier nochmal der Link zu ihrer Facebook-Seite, damit Ihr Euch auf dem Laufenden halten könnt.

Janine macht ihren Offline-Shop in Berlin auf. Wer also mal vorbeischauen will, findet hier aktuelle Infos.

Wie ich bereits auf Facebook schrieb: Ein Schwank aus meiner Jugend: Als ich 12 war, war ich in einen Jungen verliebt, der war viel viel älter als ich (also 17 oder so), und er sah aus wie Brad Pitt (fand ich damals) und hat wunderschön Billard gespielt (was man halt so toll findet). Der hat nen Film gemacht. Könnt Ihr ja mal liken, wenn Ihr wollt. Und natürlich ins Kino gehen!

2013-06-18 13.17.29 Zu guter, nein bester Letzt: Es gibt jetzt endlich die großartigen Illustrationen von Inform Illustration als Prints zu kaufen. Hin da – ich hab schon ein Original Razz

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Die Geschichte vom einsamen Muffinblech

11. Februar 2014 von Knitterfee | 6 Kommentare

oder auch: Mini-Tortillas.

Na, liebe Lowcarber, erinnert Ihr Euch noch an die Zeiten, in denen wir die Muffinbleche glühen ließen? Ja. Ich auch nicht. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, wenn Ihr ganz frisch dabei seid und vielleicht tut Euch Euer kleines Muffinblech leid, das so im Schrank vor sich hin staubt. Muss es nicht.

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In den letzten Tagen habe ich die Tortilla wieder für mich entdeckt. Ich finde, sie ist eine wunderbare Möglichkeit, Eier als Hauptmahlzeit zu sich zu nehmen, und das in immer wieder neuen Variationen. Derzeit habe ich eine Vorliebe für Spinat-Tortilla. Und deswegen teile ich jetzt mein kleines, einfaches Rezept mit Euch.

[service title="Was Ihr so braucht:" size="24"]
  • 6 Eier (Größe M)
  • 100 Gramm Chorizo
  • 120 Gramm Feta
  • 200 Gramm Spinat
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Kirschtomaten
  • Thymian
[/service]

Die Menge reicht für etwa 9 Stück – also nicht ein ganzes Blech.

Der Ofen wird auf etwa 160 Grad vorgeheizt. Die Chorizo schneide ich in kleine Würfelchen, etwa so groß wie die klassischen Schinkenwürfel, ebenso wird der Feta kleingeschnitten. Weil ich faul bin, nehme ich TK-Spinat, lasse ihn auftauen und drücke das Wasser raus.

Dann wird die Chorizo in einer Pfanne angebraten, wenn sie etwas angeknuspert ist, gebe ich den kleingehackten Knoblauch und die Zwiebeln mit dazu. Die Eier in eine Schüssel aufschlagen und verquirlen. Dann gebe ich den Spinat, den Thymian und die Zutaten aus der Pfanne dazu, rühre einmal kräftig durch, und fülle es in die vorgefettete Muffinform. Vermutlich geht es mit einer Silikonform besser und auch ohne Fett, aber wer sagt denn schon nein zu ein bisschen Fett? Wink Das Rezept kommt durch die Chorizo und den Feta übrigens komplett ohne Salz aus, wer mag, kann natürlich noch Pfeffer oder andere Gewürze dazugeben. Dann einfach noch die Kirschtomaten halbieren und in der Mitte platzieren.

Ab in den Ofen mit der kleinen Muffinform, ich habe meine Mini-Tortillas für eine knappe Stunde dringelassen. Vermutlich kann man je nach Ofen auch mit der Temperatur experimentieren, aber das überlasse ich Euch.

Ich finde, Mini-Tortillas sind auch ein hübsches Mitbringsel für ein Party-Buffet.

Was meint Ihr?

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Ich war eine Schildkröte

2. Januar 2014 von Knitterfee | 8 Kommentare

Knitterfee2014

Kann man ja so jetzt nicht viel anders sagen – eine Schildkröte mit einem ziemlich fetten Panzer.
In den letzten Wochen habe ich einige Rückmeldungen bekommen, die mich sehr sehr nachdenklich gemacht haben, und ich kann von meinem heutigen Standpunkt aus auch ganz gut damit umgehen, aber mal ehrlich: Wenn ich von verschiedenen Menschen, die mir mehr oder weniger nahestehen, höre dass ich irgendwie immer nur “die dicke Freundin von” war, ist das schon ziemlich bedauernswert.

Nun bin ich mittlerweile nicht mehr übermäßig dick, und die Freundin von bin ich auch nicht mehr. Ich möchte auch nicht mehr dick sein – und die Freundin von bitte auch nicht unbedingt (was nicht heißt, dass ich Single bleiben möchte – aber das zu erwähnen, wird mich auch nicht weiterbringen, also lassen wir das).

Vorhin bin ich in Suddas Artikel zum Thema Eigenverantwortung wieder einmal über die dicke Haut, den Schutzpanzer gestolpert. Ich habe noch nie wirklich bewusst und laut über dieses ganze “Schutzpanzer”-Ding nachgedacht, aber nachdem ich heute zum ersten Mal ausserhalb des Nachtlebens und ausserhalb von St. Pauli mit meinen komischen Haaren unterwegs war, wurde mir klar, dass ich mich nicht mehr verstecken kann, und dass das auch irgendwie der Plan war. Wie sich das aber anfühlt, so unglaublich sichtbar zu sein, das war mir bisher natürlich nicht klar.

Und auch, wie sich meine Selbstwahrnehmung so verändert hat. Ja. Ich hab dieses Gesicht, und diejenigen von Euch, die mich schon länger lesen, wissen, dass es nicht besonders viel mit Einbildung zu tun hat, wenn ich sage, ich weiß, ich hab ein hübsches Gesicht. Mit Einbildung hat es maximal was zu tun, dass ich mir jahrelang einbildete, ich könnte damit was rausreißen, mein Dicksein überspielen. Ich hatte ja immer noch das Gesicht.

Der eigentliche Gedankengang hat aber was mit dem Schutzpanzer zu tun. Ich brauchte den. Ich bräuchte ihn eigentlich immer noch, oft genug, aber ich will ihn nicht mehr in Fettform mit mir rumtragen. Ich bin ein sensibler Mensch, ich will mich sicher, geborgen und geliebt fühlen. Ich weiß nicht genau, wann mir genau was in meinem Leben passiert ist, dass ich anfing, mir diesen Panzer anzufressen, aber Fakt ist: es ist so passiert. Der Vorteil ist nämlich: Wenn man so dick ist, wie ich es war, dann muss jemand der sich mit mir in eine Beziehung wagt, wirklich an mir interessiert sein. So ein Fettmantel ist der perfekte Schutz vor Oberflächlichkeiten. Isso.

Neben den Rückmeldungen aus den letzten Wochen, in denen ich gemerkt habe, dass der Fettpanzer mir viele Begegnungen mit Menschen verwehrt hat, er hat verhindert, dass Menschen über das dicksein hinaus sehen wollten. War also irgendwie kontraproduktiv.

Auf der anderen Seite merke ich, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich nicht wirklich für mich interessieren. Eine unschöne Erfahrung.

Aus “der dicken Freundin von” wurde irgendjemand, mit dem man einfach auch mal nur so seinen Spaß haben kann, sich nicht festlegen muss. Menschen, und insbesondere Männer, die sich früher von meinem Fettpanzer abschrecken lassen hätten oder haben, kommen mir nun plötzlich zu nahe. Und ich kann damit gerade nicht umgehen. Ich bin nicht gut in Smalltalk, ich bin nicht gut in casual, ich bin nicht gut was flirten und Dates und diesen ganzen Kram angeht.

Ich merke nicht, wenn jemand mit mir flirtet. Oder es flirtet niemand mit mir. Oder, wenn ich es doch mal merke, dann bin ich verwirrt. Ich hinterfrage dann ständig die Absichten des anderen, denn insbesondere weil ich beziehungstechnisch dieses Jahr letztes Jahr gleich zweimal auf die Fresse geflogen bin, will ich doch was echtes.

Es klingt so abgedroschen, aber ich bin kein Mädchen für ne Nacht, das macht mich nicht glücklich. Ich will es jemandem wert sein, dass er sich auf mich einlässt, und ich weiß auch, dass das keine einfache Sache ist. Ich bin manchmal anstrengend, aber ich gebe auch echt viel zurück. Ich will Sicherheit, und ein Label für eine Beziehung, ich will meinen Facebook-Status auf “in einer Beziehung mit” ändern. Und ich steh dazu.

Aber: Ich habe keine Ahnung, wie derjenige mich finden soll. Ich schreibe das bewusst so, weil ich keinen Bock mehr darauf habe, mir anzuhören dass sich das irgendwann schon einfach ergibt, und dass das dann passiert, wenn ich es am wenigsten erwarte. BLAH! Das Problem: Irgendwie hab ich mental immer noch nen Fettpanzer im Kopf. Ich frage mich, wie ich den loswerden kann, denn er nervt mich.

Vielleicht bin ich aber auch einfach eine eher introvertierte Persönlichkeit, und muss damit leben, dass ich eben nicht so auffalle und weil ich niemanden ansprechen kann, und so, werd ich dann eben doch für immer Single bleiben.

Ohne Fettpanzer, immerhin.

 

 

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