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Von dicken Frauen und Tiefkühlpizza

23. April 2015 von Knitterfee | 18 Kommentare

Gestern beim einkaufen sah ich eine Frau, die war so dick wie ich mal war, vielleicht sogar etwas mehr. Ich benutze jetzt absichtlich keine Angabe wie “etwa 140 Kilo auf 1,70m Körpergröße”, weil sich darunter ohnehin niemand etwas vorstellen kann. Wie wir wissen, beginnt “wirklich voll krass dick” für die meisten Menschen bei 100 Kilo. Daher hier mal ein Foto, wie ich so mit 135+ Kilo auf 169cm aussah, damit Ihr Euch das in etwa vorstellen könnt.

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Ich war gerade dabei, einen typischen Einkauf einzupacken, etwas Sahne, 6 Pakete Kerrygold (weil für einen Euro im Angebot, wenn Ihr selber LCHFler seid, kennt Ihr das), Spargel und Schinken für Spargel (gut, nicht alltäglich, aber es ist jetzt Spargelzeit, also irgendwie schon), Eier (Grundausstattung) Hähnchenbrust und Salatzutaten für heute Mittag. Das einzige, was ich als “ungesund” klassifizieren würde, wäre die doofe Coke Zero. Jeder hat sein Kryptonit, meins ist Coke Zero und ich hasse es. Die Coke Zero sieht man auf dem Foto nicht? Tja, leider heißt das nicht, dass sie nicht im Wagen gelandet ist. So ist das mit vielen Dingen, gerade in sozialen Netzwerken wie Instagram: Manchmal reicht auch schon der richtige Zuschnitt, und das Leben sieht gleich viel fabelhafter und gesünder aus Wink

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Ich muss sagen, ich habe von dem Gewicht, was ich Ende 2013 mal hatte, so einige Kilos wieder zugenommen, die meisten davon seit September 2014, seitdem der Mann und ich aufgehört haben zu rauchen. Und davor schon ein paar Kilo, und danach noch ein paar Kilo. Mit jedem Kilo mehr wird es ja auch schwerer, die Mistviecher wieder loszuwerden. Es fing also an mit ein paar Gemütlichkeitskilos, dann ein paar Fresskilos wegen Rauchbeschäftigungsverlagerung, und dann die, die draufkamen weil ich meinen Arsch nicht mehr hochbekam. Der Winter tat sein Übriges, und dieses Frühjahr passe ich nicht mehr in die Lederjacke.

 

Ich bin nicht wieder so dick wie da oben. Aber ich fühl mich nicht wohl.
Also habe ich in den letzten Wochen wieder angefangen, an einigen Schräubchen zu drehen. Ich kaufe weniger zu essen ein. Das tut dem Mann auch ganz gut – auch wenn er nicht Gefahr läuft, so massiv übergewichtig zu werden wie ich. Er isst aber einfach immer zu viel. Und ich ess dann mit. Und weil wir beide so gerne essen, habe ich beschlossen, etwas zu tun, von dem ich eigentlich gedachte hatte, mich mit LCHF komplett verabschieden zu können: Portionskontrolle. Bähä. Ich hasse Portionskontrolle. Aber leider bin ich ein Mensch, der einen sehr dehnbaren Magen hat. Ich kann zum Mittag problemlos zwei Hähnchenbrustfilets mit einem Glas Pesto und ein bisschen Salat-Deko essen. Dazu natürlich Parmesan und Pinienkerne. Aber: gut satt bin ich nach einem!

Also reiße ich mich zusammen und stelle fest: Meistens merke ich erst etwa eine Viertelstunde nach dem Essen, wie SATT ich wirklich bin. Und das ist ja nun auch eigentlich eine der Basisregeln für LCHF: Unhungrig essen, nicht satt.

Kommen wir aber zurück zu der sehr dicken Frau im Supermarkt. Sie hatte Tiefkühlpizzen im Wagen. Mehr habe ich nicht gesehen, nur vier Packungen TK-Pizzen. Ja, man könnte nun sagen, die hat sie gekauft weil sie im Angebot waren, und sie ist nur dafür zum Edeka gegangen, bekommt sonst eine Biokiste geliefert oder geht auf dem Markt einkaufen. Aber ehrlich, jeder der irgendwann mal *so dick* war, weiß, dass man sich selbst verdammt viel vormachen kann, und gerade wenn man *so dick* ist, ist der Stoffwechsel meistens schon so abgefuckt, dass eine einzige Tiefkühlpizza alle möglichen fiesen Prozesse im Körper auslösen kann, die einen einfach *noch dicker* macht.

Nun bin ich natürlich gegen Fatshaming. Shaming aller Art eigentlich. Ich will niemanden beschämen, ich weiß wie sehr man sich als übergewichtiger Mensch oft ganz alleine und im Geheimen ganz übelst schämt. Aber als ich sie sah, wie sie die Pizzen einpackte, sah ich auch, dass sie traurig aussah. Und zwar nicht “ich hab nen schlechten Tag” traurig. So grundsätzlich traurig, beschwert.
Ich habe mich selten so unbeschwert gefühlt wie mit den unter100-Kilo. Ich habs geliebt. Ich war für viele immer noch dick, aber das ist mir ja egal. Die Bewertung von anderen, der Versuch mich in eine Schublade zu quetschen, das hat mit mir und meiner Leichtigkeit nichts zu tun. Jetzt gerade nervt mich, dass meine Lederjacke mir nicht passt (ich hab mir trotzdem eine neue bestellt, mal gucken ob ich da reinpasse, aber ich brauch was schönes!), dass mein Bauch mir im Weg ist (ich weiß ja wie es ohne bzw. mit ganz wenig Bauch ist), dass ich häufiger Rückenschmerzen oder Wassereinlagerungen habe und schneller ausser Puste gerate. (Gleich kommen sie wieder, die “aber Du hast doch ein so hübsches Gesicht” Sager. Geht weg.)

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Und dann denk ich mir, ich wünsch der Frau im Supermarkt doch auch dass sie sich mal unbeschwert fühlen kann, dass sie weiß, wie es ist, einfach mal zu hüpfen. Dass sie weiß, wie es ist, mal im Restaurant mit engen Tischen keine Angst zu haben, mit dem Hintern den halben Nachbartisch abzuräumen. Dass sie sich gut fühlen kann.
Aber ich kann ja nu nicht hingehen und sagen: “Google mal LCHF. Das hat mein Leben verändert.” Oder?

Und das ist auch die abschließende Frage für mein kleines Essens-Gewichts-Update. Wie würdet Ihr reagieren? Oder, würdet Ihr jemanden ansprechen? Darf man das, tut man das, will man das?

Und wenn Ihr mögt, folgt mir auf Instagram. Momentan ist mein Account testweise mal privat, aber wenn ich ihn wieder auf öffentlich stelle, funktioniert der Hashtag #knitterfood natürlich auch wieder für alle Nichtfolger.

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2 Jahre LCHF

25. Januar 2015 von Knitterfee | 1 Kommentar

Vor etwa zwei Jahren habe ich angefangen, mich nach LCHF zu ernähren. Beste Entscheidung für mein Leben!
Und weil zwischenduch ein paar Nachfragen kamen, ob alles okay ist bei mir, weil ich so lange nichts mehr geschrieben habe, die Wahrheit liegt irgendwo zwischen “wunschlos glücklich” und “ein, zwei Wünsche hätte ich da noch”. Vielleicht mach ich bald mal wieder ein Video. Oder schreibe. Ich versuch’s.

Denen, die das Gefühl haben, dass ja nie was von mir kommt, empfehle ich, mir auf Instagram zu folgen.
2jahreLCHFknitterfood

Oder, wenn Ihr ganz mutig seid, folgt mir auf Twitter. Da könnt Ihr dann immer ganz direkt sehen, was mich grad so ärgert. Oder freut. Meistens aber eher ärgert. Mhja.

Fette Knutschis,
Inka

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Kohlrabi-Blumenkohl-Suppe mit Speck

21. Oktober 2014 von Knitterfee | 1 Kommentar

Kohlrabi_Blumenkohl_Suppe

Rezepte schreiben ist nicht so unbedingt mein Talent – hauptsächlich deswegen, weil ich selten nach Rezept koche und mir nie notiere, was ich so in ein Gericht werfe. Manchmal hole ich mir Anregungen von Rezeptseiten, aber meistens werfe ich Dinge zusammen, die funktionieren.
Nachdem ich letzte Woche mit einem Viertel eines etwa medizinballgroßen Kohlrabis nach Hause kam, wusste ich nicht so richtig, was ich nun damit anfangen sollte ausser Suppe kochen.
Denn der Kohlrabi wog ungeschält über 1,2 Kilo, und ich hatte noch fast einen ganzen Blumenkohl im Kühlschrank, der auch dringend weg musste.

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Also hab ich Suppe gemacht. Insbesondere, weil sie sich super wieder einfrieren lässt und man von derart monströsen Gemüsemengen ziemlich lange satt werden kann. Aber, wie ich schon sagte, Rezepte sind nicht so richtig meins, daher versuche ich erst einmal meine Zutatenliste zusammen zu bekommen (eignet sich übrigens für Faulpelze, ich hatte keine Lust Zwiebeln und Suppengrün selber zu schneiden)

Zutaten:
ca 1 kg Kohlrabi
ein kleiner Blumenkohl
2 Packungen TK Zwiebeln (etwa 140 Gramm)
2 Packungen TK Suppengrün (Edeka Bio)2 TL Bio-Gemüsebrühe
ca 300 Gramm Gelderländer Schinkenspeck
200 Gramm Butter
400 Gramm Sahne
200 Gramm Schmelzkäse
Kräuter, Gewürze, Salz und so
Kochen:
Gemüse putzen. Wer das Suppengrün und die Zwiebeln frisch verwenden will, auch das putzen. Kleinschneiden.
Schinkenspeck kleinschneiden, großen Topf auf Herd stellen, Schinkenspeck reinwerfen, anbrutzeln bis lecker, rausnehmen, beseite stellen. Zwiebeln und Suppengrün im Speckfett anrösten, dann Gemüse dazugeben, mit anrösten, mit Brühe ablöschen, kochen lassen bis weich, matschig und gut. Sahne dazu kippen, Schmelzkäse rein, rühren. Butter dazugeben, mit Pürierstab durchpürieren.
Suppe in Schüssel tun. Lecker Speck obendrauf.
Essen.
(brauchte es dafür ein Rezept? Ich weiß ja nich.)

Knutschi!

 

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LCHFAQ in Videoform und Linkliste

2. Oktober 2014 von Knitterfee | Keine Kommentare

Moin Moin – ich hab’s wieder getan, und so gibt es ein neues Video zum Thema LCHF von mir Smile

Und ne Linkliste noch dazu, weil sich die Infobox ja auch immer nicht so toll liest, gell.

Annika “Sudda” Rask – Entpuppt  *
Felix Olschewski –  Urgeschmack Einstieg *
LCHF.de Liste mit geeingneten Lebensmitteln
Rezept LCHF-Walnussbrötchen
Foodsharing
FDDB (Ernährungstagebuch)

Und weil beim letzten Video mehrfach die Frage kam, ob man das teilen darf: Ja. Dafür isses ja da Wink

*Affiliate-Links

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