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Die Geschichte vom einsamen Muffinblech

11. Februar 2014 von Knitterfee | 5 Kommentare

oder auch: Mini-Tortillas.

Na, liebe Lowcarber, erinnert Ihr Euch noch an die Zeiten, in denen wir die Muffinbleche glühen ließen? Ja. Ich auch nicht. Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, wenn Ihr ganz frisch dabei seid und vielleicht tut Euch Euer kleines Muffinblech leid, das so im Schrank vor sich hin staubt. Muss es nicht.

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In den letzten Tagen habe ich die Tortilla wieder für mich entdeckt. Ich finde, sie ist eine wunderbare Möglichkeit, Eier als Hauptmahlzeit zu sich zu nehmen, und das in immer wieder neuen Variationen. Derzeit habe ich eine Vorliebe für Spinat-Tortilla. Und deswegen teile ich jetzt mein kleines, einfaches Rezept mit Euch.

[service title="Was Ihr so braucht:" size="24"]
  • 6 Eier (Größe M)
  • 100 Gramm Chorizo
  • 120 Gramm Feta
  • 200 Gramm Spinat
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Kirschtomaten
  • Thymian
[/service]

Die Menge reicht für etwa 9 Stück – also nicht ein ganzes Blech.

Der Ofen wird auf etwa 160 Grad vorgeheizt. Die Chorizo schneide ich in kleine Würfelchen, etwa so groß wie die klassischen Schinkenwürfel, ebenso wird der Feta kleingeschnitten. Weil ich faul bin, nehme ich TK-Spinat, lasse ihn auftauen und drücke das Wasser raus.

Dann wird die Chorizo in einer Pfanne angebraten, wenn sie etwas angeknuspert ist, gebe ich den kleingehackten Knoblauch und die Zwiebeln mit dazu. Die Eier in eine Schüssel aufschlagen und verquirlen. Dann gebe ich den Spinat, den Thymian und die Zutaten aus der Pfanne dazu, rühre einmal kräftig durch, und fülle es in die vorgefettete Muffinform. Vermutlich geht es mit einer Silikonform besser und auch ohne Fett, aber wer sagt denn schon nein zu ein bisschen Fett? Wink Das Rezept kommt durch die Chorizo und den Feta übrigens komplett ohne Salz aus, wer mag, kann natürlich noch Pfeffer oder andere Gewürze dazugeben. Dann einfach noch die Kirschtomaten halbieren und in der Mitte platzieren.

Ab in den Ofen mit der kleinen Muffinform, ich habe meine Mini-Tortillas für eine knappe Stunde dringelassen. Vermutlich kann man je nach Ofen auch mit der Temperatur experimentieren, aber das überlasse ich Euch.

Ich finde, Mini-Tortillas sind auch ein hübsches Mitbringsel für ein Party-Buffet.

Was meint Ihr?

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Aber was isst Du denn dann überhaupt noch?

4. April 2013 von Knitterfee | 9 Kommentare

Diese Frage wird mir in letzter Zeit, meist gemischt mit Interesse und Skepsis, gestellt.
Zum Glück bringe ich immer noch ein ausreichendes Kampfgewicht auf die Waage, so dass niemand mir einen baldigen Hungertod unterstellt.

Und auch wenn ich mich nicht mal annähernd vorbildlich durch den LCHF-Dschungel schlage, habe ich beschlossen, diese Frage doch mal zu beantworten – immerhin habe ich mittlerweile 9 Kilo runter (seit Februar).

Generell versuche ich mich natürlich an grundsätzliche Vorgaben zu halten – LCHf unterteilt in “Bitte verzichten”, “nur in Maßen” und “geeignete Lebensmittel”. Wie man schon an den Formulierungen sieht, wird versucht, von “gut” und “böse” wegzukommen, es ist nichts verboten, jeder kann selber entscheiden was er zu sich nimmt. Natürlich immer im Bewusstsein, dass man nicht zum Ziel kommt, wenn man sich mit Zucker vollstopft.Die Frage, was ich nicht mehr esse, ist auch immer recht leicht beantwortet, aber was bleibt denn dann noch übrig?

Nun, zum einen ist es Gewöhnungssache. Man vermisst bestimmte Dinge nach einigen Monaten einfach nicht mehr, daher bin ich mir zum Teil gar nicht mehr so bewusst darüber, was für einen großen Teil ich in meiner Ernährung mittlerweile ausgrenze.

Was also kommt bei mir auf den Teller?

In erster Linie: Fette und Eier. Heute morgen zum Beispiel gab es 3 Bio-Eier als Rührei, in Bio-Kokosöl gebraten, mit Nicht-Bio-Kochschinken. Und einen Espresso mit einem Schuss Sahne. Das reicht mir dann meist bis 16 Uhr, je nach Aktivität. Dann hatte ich vorhin als Snack 2 Bifis, die alles andere als LCHF-konform sind – und eine heiße Schokolade, die auch grenzwertig ist. Natürlich mit 3,8%iger Biomilch und Sahne, selbst angerührt mit Kakao – aber auch mit etwas Xucker (light) und Stevia. Und das sind nunmal Süßstoffe, die insgesamt bei LCHFlern eher verpönt sind.

Ich versuche, möglichst wenig Süßstoffe zu mir zu nehmen, aber manchmal will ich es, und dann nehme ich mir auch die Süße, weil ich beschlossen habe, nicht zu entbehren. Sonst wird das ganze zu einem Konzept, bei dem ich durchhalten muss, und das ist nichts, worauf ich mich für den Rest meines Lebens einlassen könnte.

Heute abend werde ich vermutlich auswärts essen. Da bestelle ich mir dann gerne einen Bacon Cheeseburger ohne Bun, ohne Pommes aber dafür mehr Salat und Blaukäsemayo. Oder Käsespinat, sprich einfacher Blattspinat mit Cheddar überbacken. Um mich nur mit Salat zufrieden zu geben, bin ich meist zu hungrig, und da ich versuche, Mahlzeiten nicht zu stark aufzuteilen, muss es dann schon etwas mehr sein als ein Salat.

Gestern habe ich Fleischspieße gemacht, eher griechisch gewürzt, die Christian dann grillen durfte Wink Dazu selbstgemachtes Tzatziki aus abgetropftem Sahnejoghurt, Knoblauch, Salz, Gurken und Olivenöl, und Salat. ZumFrühstück gab es gestern ebenfalls Rühreier mit Schinken und dazu einen gebackenen Mozzarella, natürlich echter aus Büffelmilch.

Unterwegs essen mache ich nur noch selten, weil ich versuche, möglichst wenige Mahlzeiten zu mir zu nehmen, meinen Insulinspiegel damit möglichst selten hochzupushen. Wenn mich aber doch unterwegs mal der Hunger überkommt, oder, machen wir uns nichts vor, der Appetit, dann greife ich meist zu Bratwurst. Die gibt es zum Glück fast überall, man kann ein bisschen Senf dazugeben und fertig. Oder eine Dönerbox ohne Pommes oder Reis.

Ich esse manchmal Nüsse, aber versuche möglichst wenig davon im Haus zu haben, weil sie doch im Verhältnis immer noch recht viele Kohlenhydrate enthalten.

Wovon ich gerne mehr essen würde und im Prinzip auch könnte: Fisch. Besonders Lachs. Und Avocados. Aber irgendwie finde ich den Bezug zur Avocado nicht. Mir reicht eine halbe pro viertelJahr, dann habe ich schon wieder genug.

Gemüse kommt auch nicht zu kurz: Salat, grüner Spargel und Champignons sind hier meine Favoriten. Zudem Spinat und Blumenkohl, und neuerdings auch mal Topinambur.

Ab und zu esse ich auch mal Obst, meist einen Apfel. Und ich denke, ich werde die Erdbeerzeit nutzen und die eine oder andere Erdbeere verspeisen.

Wahrscheinlich habe ich jetzt nur die Hälfte aller Sachen aufgezählt, die ich so esse – aber mehr fällt mir gerade nicht ein.

Dinge, die ich wirklich vermisse, gibt es kaum. Jetzt wo Dom ist, würde ich gerne Schmalzkuchen essen. Manchmal erschnuppere ich frischen Franzbrötchengeruch und wünsche mir einen Haps davon. Das sind aber Sachen, die ich früher auch nur ausnahmsweise gegessen habe. Kartoffeln sind die Alltags-Kohlenhydrate, die mir am meisten fehlen. In allen Varianten. Am liebsten einfach nur mit Butter und Salz. Und manchmal habe ich Lust auf Eis, daher denke ich über die Anschaffung einer Eismaschine nach, um im Sommer anstatt meiner Schokosahne (Biosahne mit Kakao und etwas Xucker oder Stevia aufgeschlagen) auch einfach mal ein Sahneeis zu machen. Manchmal wünsche ich mir, schnell eine Sushibox mitnehmen zu können wie früher, aber durch den Reis ist das auch keine Option. Und meist brauche ich ja auch keine Snacks mehr, seit ich zum Langzeitverbrenner geworden bin.

Wer sich für die grundsätzlichen Empfehlungen für LCHF-konforme Ernährung interessiert wird hier fündig.

Soviel für heute – und was esst Ihr so?

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Valnötsbullar – Walnussbrötchen (LCHF)

9. März 2013 von Knitterfee | 4 Kommentare

Auf Instagram habe ich mittlerweile einige schwedische Instagrammer abonniert, und immer wieder stolperte ich über “Valnötsbullar” oder “Valnötsbröd”. Für Valnötsbröd entwickelte ich sofort einen Wortfetisch – überhaupt wächst mir die schwedische Sprache mit ihren knubbeligen Worten immer mehr ans Herz.

Walnussbrötchen also – und ich machte mich auf die Suche nach einem Rezept, wurde fündig, und übersetzte es. All credit goes to Allt im LCHF, damit Ihr’s wisst.

Vielleicht werde ich mit der Zeit das Rezept etwas abändern oder für mich “verbessern”, aber die Grundvariante ist praktikabel, schnell gemacht, sehr lecker und spätestens mit Belag nicht mehr von konventionellen Nussbrötchen zu unterscheiden. Das Originalrezept sieht 12 Brötchen vor, ich backe aber gerne große Brötchen Wink und daher wurden es bei mir nur 8 Stück. Die kann man aber problemlos in 3 Scheiben schneiden und belegen.

Sehen sie nicht toll aus? In Love

Und so sehen sie von innen aus.

Hier das Rezept:

[service title="Valnötsbrötchen LCHF" size="24"]

Zutaten für 8 Stück

Mahlen für den Mehlersatz:
100 g Mandeln
50 g Walnüsse
50g Sesam
1/2 dl (etwa 20g) gemahlene Flohsamenschalen
1 1/2 TL Salz
2 Teelöffel Backpulver

Ganz lassen für die Knackigkeit
50 g Sonnenblumenkerne
50g Kürbiskerne
25g Sesam
25 g ganze Leinsamen

Und:
250 g Quark 10%
6 Eier

Zubereitung:

Mandeln, Walnüsse und Sesam zu einem Mehl verarbeiten. Mix mit anderen trockenen Zutaten (Sonneblumenkernen, Kürbiskernen, Backpulver, Salz, Flohsamenschalen) in eine Schüssel geben.
In einer separaten Schüssel Eier aufschlagen und mit dem Quark  vermischen.

Alles vermischen und den Teig 10 Minuten quellen lassen.

Den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.

Aus dem Teig 8 Brötchen formen und etwa 25 Minuten backen.

Auf einem Rost auskühlen lassen.

[/service]

Weitere eventuell relevante Infos: Ich mahle die Nüsse und Kerne mit meiner kleinen Moulinette. Flohsamenschalen gibt es in der Apotheke oder bei Amazon.

Die Nährwerte für ein Brötchen, wenn man 8 Brötchen aus der Gesamtmenge macht. Die gesamten Nährwerte könnt Ihr in meiner fddb-Liste nachschlagen.

Der Skaldeman-Index beträgt 1,16.

Daher überlege ich auch, mal “nicht-Walnuss” Brötchen zu machen, da Walnüsse doch recht viele Kohlenhydrate enthalten. Wenn man auf Mandeln umsteigt, könnte man bestimmt auch einen Skaldeman von 1,2 schaffen.

Bisher hat ausser mir nur Christian die Brötchen probiert und fand sie gut. Auf Feedback von meiner Mama warte ich noch. Sagt mir, wenn Ihr die Brötchen nachbackt und wie sie Euch gefallen! <3

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[LCHF Rezept] Pilzpfanne mit Bratklösschen und Spinat

8. Februar 2013 von Knitterfee | 3 Kommentare

Abgewandelt von einem Jamie Oliver-Rezept – eins meiner Lieblingsessen.

Denn: Es geht schnell, es ist nicht allzu teuer und man muss nicht viel würzen, weil die Bratwurst schon einiges an Würze mitbringt.

[service title="Zutaten" size="32"]
  • 200 Gramm Champignons (ich kaufe braune Bio-Champignons)
  • 200 Gramm Babyspinat, gewaschen und ggf. geputzt
  • 2 ungebrühte Bratwürste, fein
  • Ein Schuss Wasser zum ablöschen
  • 30-50 Gramm Parmesan, gerieben
  • Öl / Butter nach Geschmack und Hunger
  • Frisch geriebener Pfeffer [/service]

Wenn alle Zutaten soweit nötig vorbereitet sind, Öl in der Pfanne erhitzen – aber nicht auf höchster Stufe. Unser Herd hat 10 Stufen, und 7-8 ist genau richtig. Dann aus den Bratwürsten kleine Portionen direkt in die Pfanne drücken. Wer das noch nie gemacht hat, sollte ggf. die ersten zum üben auf einen Teller oder Backpapier platzieren. So entstehen die kleinen Klößchen, die dann rundherum angebraten werden. In der Zwischenzeit die Champignons vierteln und mit in die Pfanne geben. Je nach Wunsch und Hunger noch Butter oder Öl dazugeben – die Champignons mögen auch gern noch ein bisschen Fett haben.

Alles gut zusammen weiterbraten, bis die Champignons gar sind. Dann die Petersilienblätter dazugeben, etwas mitgaren lassen (nur 1 oder 2 Minuten sollten reichen). Ggf. mit etwas Wasser ablöschen.

Den Spinat dazugeben (das ist erstmal sehr viel, daher mache ich es in zwei Schritten, erst die eine Hälfte des Spinats, wenn die etwas zusammengefallen ist dann die zweite Hälfte).

Den Parmesan dazugeben und zügig unterrühren. Er gibt dem ganzen etwas Bindung, da Champignons und Spinat doch recht viel Wasser abgeben.

Auf einem Teller mit frischem Pfeffer anrichten.

Hinweis: Dieses Rezept stammt wie bereits oben erwähnt in einer ursprünglichen Version von Jamie Oliver. Dort gibt es natürlich Pappardelle dazu, ausserdem keinen Spinat sondern gemischte Kräuter.

Wer Kohlenhydrate isst, kann sich also gut eine Portion Bandudeln machen und sollte vielleicht nicht so üppig mit dem Fett umgehen, da Bratwurst an sich ja auch schon recht viel Fett hat. Allerdings finde ich das Gericht auch ohne Nudeln sehr sehr lecker und man erspart sich das Nudeln kochen Wink

Ich würde auch behaupten, dass wir es hier mit einem LCHF-konformen Essen zu tun haben, wer das anders sieht, darf mir gerne helfen und mich berichtigen.

N Gudn!

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