The Geek shall inherit the earth.

Aber was isst Du denn dann überhaupt noch?

4. April 2013 von Knitterfee | 8 Kommentare

Diese Frage wird mir in letzter Zeit, meist gemischt mit Interesse und Skepsis, gestellt.
Zum Glück bringe ich immer noch ein ausreichendes Kampfgewicht auf die Waage, so dass niemand mir einen baldigen Hungertod unterstellt.

Und auch wenn ich mich nicht mal annähernd vorbildlich durch den LCHF-Dschungel schlage, habe ich beschlossen, diese Frage doch mal zu beantworten – immerhin habe ich mittlerweile 9 Kilo runter (seit Februar).

Generell versuche ich mich natürlich an grundsätzliche Vorgaben zu halten – LCHf unterteilt in “Bitte verzichten”, “nur in Maßen” und “geeignete Lebensmittel”. Wie man schon an den Formulierungen sieht, wird versucht, von “gut” und “böse” wegzukommen, es ist nichts verboten, jeder kann selber entscheiden was er zu sich nimmt. Natürlich immer im Bewusstsein, dass man nicht zum Ziel kommt, wenn man sich mit Zucker vollstopft.Die Frage, was ich nicht mehr esse, ist auch immer recht leicht beantwortet, aber was bleibt denn dann noch übrig?

Nun, zum einen ist es Gewöhnungssache. Man vermisst bestimmte Dinge nach einigen Monaten einfach nicht mehr, daher bin ich mir zum Teil gar nicht mehr so bewusst darüber, was für einen großen Teil ich in meiner Ernährung mittlerweile ausgrenze.

Was also kommt bei mir auf den Teller?

In erster Linie: Fette und Eier. Heute morgen zum Beispiel gab es 3 Bio-Eier als Rührei, in Bio-Kokosöl gebraten, mit Nicht-Bio-Kochschinken. Und einen Espresso mit einem Schuss Sahne. Das reicht mir dann meist bis 16 Uhr, je nach Aktivität. Dann hatte ich vorhin als Snack 2 Bifis, die alles andere als LCHF-konform sind – und eine heiße Schokolade, die auch grenzwertig ist. Natürlich mit 3,8%iger Biomilch und Sahne, selbst angerührt mit Kakao – aber auch mit etwas Xucker (light) und Stevia. Und das sind nunmal Süßstoffe, die insgesamt bei LCHFlern eher verpönt sind.

Ich versuche, möglichst wenig Süßstoffe zu mir zu nehmen, aber manchmal will ich es, und dann nehme ich mir auch die Süße, weil ich beschlossen habe, nicht zu entbehren. Sonst wird das ganze zu einem Konzept, bei dem ich durchhalten muss, und das ist nichts, worauf ich mich für den Rest meines Lebens einlassen könnte.

Heute abend werde ich vermutlich auswärts essen. Da bestelle ich mir dann gerne einen Bacon Cheeseburger ohne Bun, ohne Pommes aber dafür mehr Salat und Blaukäsemayo. Oder Käsespinat, sprich einfacher Blattspinat mit Cheddar überbacken. Um mich nur mit Salat zufrieden zu geben, bin ich meist zu hungrig, und da ich versuche, Mahlzeiten nicht zu stark aufzuteilen, muss es dann schon etwas mehr sein als ein Salat.

Gestern habe ich Fleischspieße gemacht, eher griechisch gewürzt, die Christian dann grillen durfte Wink Dazu selbstgemachtes Tzatziki aus abgetropftem Sahnejoghurt, Knoblauch, Salz, Gurken und Olivenöl, und Salat. ZumFrühstück gab es gestern ebenfalls Rühreier mit Schinken und dazu einen gebackenen Mozzarella, natürlich echter aus Büffelmilch.

Unterwegs essen mache ich nur noch selten, weil ich versuche, möglichst wenige Mahlzeiten zu mir zu nehmen, meinen Insulinspiegel damit möglichst selten hochzupushen. Wenn mich aber doch unterwegs mal der Hunger überkommt, oder, machen wir uns nichts vor, der Appetit, dann greife ich meist zu Bratwurst. Die gibt es zum Glück fast überall, man kann ein bisschen Senf dazugeben und fertig. Oder eine Dönerbox ohne Pommes oder Reis.

Ich esse manchmal Nüsse, aber versuche möglichst wenig davon im Haus zu haben, weil sie doch im Verhältnis immer noch recht viele Kohlenhydrate enthalten.

Wovon ich gerne mehr essen würde und im Prinzip auch könnte: Fisch. Besonders Lachs. Und Avocados. Aber irgendwie finde ich den Bezug zur Avocado nicht. Mir reicht eine halbe pro viertelJahr, dann habe ich schon wieder genug.

Gemüse kommt auch nicht zu kurz: Salat, grüner Spargel und Champignons sind hier meine Favoriten. Zudem Spinat und Blumenkohl, und neuerdings auch mal Topinambur.

Ab und zu esse ich auch mal Obst, meist einen Apfel. Und ich denke, ich werde die Erdbeerzeit nutzen und die eine oder andere Erdbeere verspeisen.

Wahrscheinlich habe ich jetzt nur die Hälfte aller Sachen aufgezählt, die ich so esse – aber mehr fällt mir gerade nicht ein.

Dinge, die ich wirklich vermisse, gibt es kaum. Jetzt wo Dom ist, würde ich gerne Schmalzkuchen essen. Manchmal erschnuppere ich frischen Franzbrötchengeruch und wünsche mir einen Haps davon. Das sind aber Sachen, die ich früher auch nur ausnahmsweise gegessen habe. Kartoffeln sind die Alltags-Kohlenhydrate, die mir am meisten fehlen. In allen Varianten. Am liebsten einfach nur mit Butter und Salz. Und manchmal habe ich Lust auf Eis, daher denke ich über die Anschaffung einer Eismaschine nach, um im Sommer anstatt meiner Schokosahne (Biosahne mit Kakao und etwas Xucker oder Stevia aufgeschlagen) auch einfach mal ein Sahneeis zu machen. Manchmal wünsche ich mir, schnell eine Sushibox mitnehmen zu können wie früher, aber durch den Reis ist das auch keine Option. Und meist brauche ich ja auch keine Snacks mehr, seit ich zum Langzeitverbrenner geworden bin.

Wer sich für die grundsätzlichen Empfehlungen für LCHF-konforme Ernährung interessiert wird hier fündig.

Soviel für heute – und was esst Ihr so?

flattr this!

RandomRandomRandom!

1. März 2013 von Knitterfee | 7 Kommentare

Christian sagte mir gestern, ich hätte ewig nicht gebloggt. Stimmt auch. Manchmal gibt es Phasen, in denen man zu beschäftigt und uninspiriert ist, um ernsthaft einen Artikel zustande zu bekommen. Das ist zumindest bei mir so, und dann tendiere ich stark dazu, einfach nur zu tumblrn. Selbst Twitter habe ich in den letzten Tagen vernachlässigt. Wahrscheinlich ist mein Mitteilungsbedürfnis gerade einfach nicht so hoch.

Trotzdem dachte ich mir ob der gestrigen Beschwerde, ein bisschen was gibt’s ja doch zu erzählen, und daher gibt es heute einen ganz klassischen Blogartikel mit diversen Dingen aus meinem Kopf.

1. Ich habe mir Makro-Linsen für mein 50mm-Objektiv gekauft. Ich hatte etwas Angst, dass sie ob des günstigen Preises einfach nur mal wieder typischer China-Schrott sind, aber sie sind aus Metall und Glas und machen tolle Bilder.Ich komme zum auslösen einfach noch etwas näher an Objekte ran, mit der 10fachen Vergrößerung ist das teilweise ganz schön gruselig – aber ich bin ja nunmal ein riesiger Fan von Nagellacken mit feinstem Glitter und Schimmer, und dafür sind die Linsen echt gut geeignet. Und auch an die Kater komme ich zum fotografieren nun etwas näher ran.


2. Ingress Level 4! Wir sind jede Menge durch die Gegend gerannt, haben den Michel umkämpft, und gefroren! Ich würde wahnsinnig gern einfach mal wieder ohne dicke Jacke und Leggings unter der Jeans losziehen. Ich habe den Verdacht, dass wir einen sehr sehr heißen Sommer erwarten dürfen, dieses Jahr.

3. Meine Torrid Geschichte geht weiter. Nachdem ich endlich mit jemandem vom Kundenservice Kontakt hatte, der auch Entscheidungen treffen kann, befindet sich meine Bestellung nun auf dem Weg nach Deutschland. Versandkostenfrei! So sollte sich das ganze dann maximal auf die Einfuhrumsatzsteuer belaufen, und damit kann ich leben. Nun heißt es Daumen drücken, dass die Sachen auch passen.

4. Mein Gewinn von KawieKatze ist angekommen Grin Total süß, nicht nur mein Gewinn, sondern auch noch ein paar Extras von Avéne – und ein total cooles paar große ROTE Ohrringe – die nicht auf dem Bild sind, weil ich sie an den Ohren baumeln habe. In Love

5. Ich habe wieder mal angefangen zu stricken. Damit mir nichts von den Nadeln rutscht, habe ich mich an den Trick meiner Grundschul-Handarbeitslehrerin (die gleichzeitig Schuldirektorin war und immer Kittelkleider trug)  erinnert und die Enden mit großen Perlen bestückt. In diesem Fall Matroschka-Perlen, süß oder? Heart(Thüüüüüthhh!)

6. Ich habe begonnen, ein Journal zu wrecken. Häwas? Ja. Wreck this Journal, zu deutsch Mach dieses Buch fertig. Neue Wege zu gehen, gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln, gegen alles was einem jemals beigebracht wurde – insbesondere, Dinge pfleglich zu behandeln – das alles kann man mit diesem Buch (ver)lernen und (ver)erleben.

Manche Seiten drehen sich nur um simple Kreativitätstechniken.

Aber es kommt natürlich darauf an, was man daraus macht.
 

Die sind nur einige Ausschnitte – mit manchen Seiten bin ich auch noch nicht fertig Wink,

6. Ich habe natürlich wieder gegessen. Jede Menge Bilder gibt es mit “food” getagged auf meinem tumblr, der sich auch über Abonnenten freut. Und manchmal auch auf Instagram. Gestern abend gab es ein grandioses Lammcarpaccio mit Pesto und ein Filet vom Husumer Weiderind mit Salat und Rotwein-Schalotten. Rotwein-Schalotten sind nun wohl eher nicht LCHF-konform, aber das fiel mir vor lauter Gier erst ein, als sie serviert wurden. Leider sind die Bilder nicht super, aber mein Filet war herzförmig Grin

7. Mein Fitbit ist ein großartiger Helfer, um zu merken, wie aktiv ich bin, oder eben auch nicht.

Natürlich ist es für einen Schrittzähler nicht superbillig, aber da es sich selbständig mit dem iPhone synchronisiert, nur sehr selten aufgeladen werden muss und auch andere Daten sammelt, wie zurückgelegte Kilometer, verbrannte Kalorien (berechnet aufgrund des Gewichts, das man selber angibt, oder automatisch synchronisiert mit der Aria-Waage, wie bei uns), und Etagen.
Es motiviert also nicht nur, mal eine oder mehrere Bushaltestellen zu Fuß zu gehen, sondern auch, die Treppen zu nehmen anstatt den Fahrstuhl.

 

 Soviel random für heute – habt ein schönes Wochenende – was habt Ihr denn so vor?

flattr this!

[LCHF Rezept] Pilzpfanne mit Bratklösschen und Spinat

8. Februar 2013 von Knitterfee | 3 Kommentare

Abgewandelt von einem Jamie Oliver-Rezept – eins meiner Lieblingsessen.

Denn: Es geht schnell, es ist nicht allzu teuer und man muss nicht viel würzen, weil die Bratwurst schon einiges an Würze mitbringt.

Zutaten Zutaten
  • 200 Gramm Champignons (ich kaufe braune Bio-Champignons)
  • 200 Gramm Babyspinat, gewaschen und ggf. geputzt
  • 2 ungebrühte Bratwürste, fein
  • Ein Schuss Wasser zum ablöschen
  • 30-50 Gramm Parmesan, gerieben
  • Öl / Butter nach Geschmack und Hunger
  • Frisch geriebener Pfeffer

Wenn alle Zutaten soweit nötig vorbereitet sind, Öl in der Pfanne erhitzen – aber nicht auf höchster Stufe. Unser Herd hat 10 Stufen, und 7-8 ist genau richtig. Dann aus den Bratwürsten kleine Portionen direkt in die Pfanne drücken. Wer das noch nie gemacht hat, sollte ggf. die ersten zum üben auf einen Teller oder Backpapier platzieren. So entstehen die kleinen Klößchen, die dann rundherum angebraten werden. In der Zwischenzeit die Champignons vierteln und mit in die Pfanne geben. Je nach Wunsch und Hunger noch Butter oder Öl dazugeben – die Champignons mögen auch gern noch ein bisschen Fett haben.

Alles gut zusammen weiterbraten, bis die Champignons gar sind. Dann die Petersilienblätter dazugeben, etwas mitgaren lassen (nur 1 oder 2 Minuten sollten reichen). Ggf. mit etwas Wasser ablöschen.

Den Spinat dazugeben (das ist erstmal sehr viel, daher mache ich es in zwei Schritten, erst die eine Hälfte des Spinats, wenn die etwas zusammengefallen ist dann die zweite Hälfte).

Den Parmesan dazugeben und zügig unterrühren. Er gibt dem ganzen etwas Bindung, da Champignons und Spinat doch recht viel Wasser abgeben.

Auf einem Teller mit frischem Pfeffer anrichten.

Hinweis: Dieses Rezept stammt wie bereits oben erwähnt in einer ursprünglichen Version von Jamie Oliver. Dort gibt es natürlich Pappardelle dazu, ausserdem keinen Spinat sondern gemischte Kräuter.

Wer Kohlenhydrate isst, kann sich also gut eine Portion Bandudeln machen und sollte vielleicht nicht so üppig mit dem Fett umgehen, da Bratwurst an sich ja auch schon recht viel Fett hat. Allerdings finde ich das Gericht auch ohne Nudeln sehr sehr lecker und man erspart sich das Nudeln kochen Wink

Ich würde auch behaupten, dass wir es hier mit einem LCHF-konformen Essen zu tun haben, wer das anders sieht, darf mir gerne helfen und mich berichtigen.

N Gudn!

flattr this!

Qype: Fugu

4. Januar 2013 von Knitterfee | Keine Kommentare

FailFugu

Ich habe lange versucht, meine Erfahrung im Fugu in meine übliche Form für Rezensionen zu bringen, nach dem dritten Anlauf jedoch werfe ich nun das Handtuch und schreibe meinen Bericht so herunter, wie mir die einzelnen Punkte auffielen.

Das Fugu ist loungig und spielt Smooth Jazz. Ein Internetstream. Regelmäßig wird man mit Werbeunterbrechungen gestört, die darauf hinweisen, dass man den Stream auch werbefrei und in besserer Qualität beziehen kann.
Beide Toilettenbrillen auf der Damentoilette hatten Flecken – und zwar keine Wasserflecken. Offensichtlich wird dort nicht wenigstens alle paar Stunden mal drübergewischt. Oberflächlich macht alles sonst einen sauberen Eindruck, aber wenn ich erstmal selber die Brille wischen muss…
An allen Ecken und Enden sah ich halbtote Pflanzen (vertrockneter Glücksklee und Schnittblumen). Auch nicht so richtig schön.
Die Bestellung läuft über ein Tablet. Ausser uns waren noch zwei weitere Tische belegt, die restlichen waren frei. Es wäre wohl also auch möglich gewesen, uns ein zweites Tablet (Samsung) zu geben, dann wären wir auch mit der Bestellung etwas schneller gewesen.
Die Software auf den Tablets bedient sich eher schlecht, unübersichtlich und ruckelig. Wenn ich zu Hause Sushi bestelle, tu ich das auch am liebsten am Rechner und nicht mit meinem iPad. Es gibt keinen „Service rufen“ Button. Ebenso gibt es keine Möglichkeit, die Bestellung auf verschiedene Personen aufzuteilen. Aus der Küche kommt alles so, wie es eben kommt. Auch ist im Bestellsystem nicht vermerkt, wenn etwas nicht mehr erhältlich ist.
So wurde uns, nachdem wir dann mühsam unser Menü gebastelt hatten, dass weder Wagyu noch Entenbrust verfügbar seien – mit der Anmerkung, die Lieferanten würden sie irgendwie in der Luft hängen lassen.

Überhaupt, der Service war skurril. Keine Kommunikation beim Bestellprozess dank der Tablets, dafür aber großes Rätselraten beim bringen des Essens, wer jetzt was bekommt. So landeten manche Maki auf dem Teller meines Freundes – mir egal, ich picke sie mir auch bei ihm runter, aber bei einem Geschäftsessen ist sowas ja eher unüblich. Ich glaube, wir hatten insgesamt 8 verschiedene Teller auf dem Tisch. Was mich besonders wundert: auf der Online-Bestellseite von Sushi Factory ist es möglich, beliebig viele Boxen zusammenzustellen. Warum war es nicht möglich, dies auch bei der Software, die auf den Tablets installiert ist, umzusetzen?

Für mich bedeutet GUTER Service, insbesondere in der Preisklasse des Fugu, dass sich offenbar wünscht bei den Großen mitzuspielen (ausliegende Golfklubmagazine…), dass sich jemand um mich kümmert, mich fragt was ich trinken möchte, mir einen Aperetif vorschlägt, sich merkt, was ich bestellt habe und was mein Freund bestellt hat, und nicht fragen muss, wer was bekommt.

Zur Qualität des Essens kann ich nur sagen, dass ich mit meiner Auswahl zufrieden war. Ich hatte etwas Lachs Sashimi mit Limettensoße, eine Lachsauswahl, Yakitori-Spieße und einige etwas speziellere Maki mit frittiertem Schweinefilet und einer Senfsoße. Die Yakitori-Spieße waren okay, der Rest war, wie gewohnt bei Sushi Factory, sehr gut.

Mein Freund hatte es leider nicht so gut getroffen. Zu ein paar klassische Lachs und Thunfisch Maki-Rollen hatte er sich das irische Ochsenfilet bestellt – 200 Gramm Filet sollten es sein. Uns ist klar, dass es sich bei den Angaben auf Speisekarten üblicherweise um das Rohgewicht des angebotenen Fleisches handelt. Leider hilft einem das nicht mehr viel, wenn etwa 1/3 des Stücks aus Fettrand bestehen.

Es wäre nicht das Thema gewesen, hätte sich der Service in dieser Situation angemessen verhalten. Als mein Freund jedoch enttäuscht auf sein Steak sah (und er bestellt nunmal eben immer Filet, weil er Fettränder und ähnliches nicht ausstehen kann), und den Service dazu befragte, sagte dieser lediglich, er könne in der Küche nachfragen ob es sich wirklich um ein Filet handle. Er kam mit der information wieder, es handle sich um ein Filet. Und dann stand er an unserem Tisch und sagte fast schon genervt und eher widerwillig „Tja, was soll ich machen?“.

Nun muss man wissen, mein Freund ist ein Gutmensch und entschloss sich, den genießbaren Teil seines Essens zu verspeisen und ließ den Rest frustriert liegen. Man kann natürlich sagen, er hätte den Teller zurückgehen lassen können, und ich hätte das an seiner Stelle auch getan. Auf dem Bild kann man ganz gut sehen, wie viel Fettrand an dem “Filet” war. Selbst wenn mal ein Stück am Filet nicht perfekt ist, SO sollte es nicht aussehen.

Fakt ist aber, dass wir erst ganz am Ende, als wir die Rechnung bestellten, noch mit schiefem Mund und widerwillig gefragt wurden: „Kann ich denn noch etwas für Sie tun, wenn ich Sie schon nicht zufriedenstellen kann?“. „Was schlagen SIE uns denn vor?“ „Joa… n Dessert, Kaffee oder nen Schnaps?“.

Sorry, aber wer ein Gericht für 25 Euro versaut und es dann nur mit großer Mühe hinbekommt, am Ende noch etwas retten zu wollen, und dabei (vermutlich jenseits der 40) aussieht wie ein Konfirmand wenn er sein Sprüchlein aufsagt – was will man da noch sagen? Mir war jedenfalls die Lust vollständig vergangen.
Bei einem souveränen und guten Service wäre folgendes passiert: Sofort wäre proaktiv angeboten worden, den Teller wieder in die Küche zu bringen und ein alternatives Gericht zu servieren. Oder: Sofort wäre proaktiv angeboten worden, wenigstens einen Teil des Preises zu reduzieren. Oder: Sofort wäre proaktiv angeboten worden, ein paar Maki nach Wunsch extra zu servieren. Oder: Sofort wäre angeboten worden, ein Dessert kostenfrei zu erhalten. Man merkt schon, proaktiv ist das Wort der Stunde. Denn da mein Essen in Ordnung war, hat mich am meisten gestört, dass der Service unmotiviert, lustlos und in keiner Situation souverän wirkte.

 

Ich würde das Fugu empfehlen, wenn man: Bei Sushi Factory bestellt oder bestellt und abholt (und sich dann an die Elbe setzt, ist im Sommer bestimmt ganz nett) und wenn man sich nur für Sushi entscheidet.

Ich würde das Fugu nicht empfehlen, wenn man auf liebevolle Details und einen guten Service wert legt, oder in Begleitung von Menschen ist, die keinen Fisch essen (wollen).

Dafür, dass mein Essen in Ordnung war, 2 Punkte. Eigentlich aber nur 1 1/2. Meine Bewertung auf Qype (ohne Bilder).

Preisleistung: 78 Euro für zwei Personen – wohlgemerkt, kein Wein oder Prosecco oder Dessert in der Rechnung enthalten. Muss man wissen. Ich fand es aufgrund des Steak-Erlebnisses völlig überteuert. Mein Eindruck ist, dass das Fugu gerne ein besonderes Erlebnis bieten möchte, das Konzept aber nicht vollständig zu Ende gedacht wurde und das Ergebnis daher eher mittelmäßig bis schlecht ist.
Weitere Bilder (leider teils etwas verwackelt, sorry.)

flattr this!