Blogged under Knitterfee by admin on Freitag 1 Juli 2011 at 23:06
Kann nicht mal einer machen, dass der Baulärm direkt neben unserem Schlafzimmer, Bad und Küche aufhört und der REWE endlich fertig ist? Bitte? Schnell?! Ich möchte endlich in Ruhe im Garten sitzen und beim REWE einkaufen. So!
So einige semiwichtige Sachen schiebe ich schon länger vor mir her. Ich müsste zum Beispiel noch eine Meldebestätigung und ein polizeiliches Führungszeugnis besorgen und der Schule schicken.
Das schönste Geschenk ist Katzenkotze morgens in der Küche.
Ich könnte den Rest meines Lebens in einem Haus am Meer liegen und mich für immer nur von heisser Schokolade, Apfelkuchen und Käsebrot ernähren.
Jetzt ist wohl gerade die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft. Fußball interessiert mich nicht so doll. Egal ob Frauen oder Männer spielen. Wenn ich gucke, dann weil alle gucken und es ein Gemeinschaftserlebnis ist. So ein bisschen wie ESC.
Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf schlafen gehen, hab den Freitagsfüller heut morgen nicht geschafft, morgen habe ich einen Besuch bei IKEA und den damit verbundenen üblichen Streit mit Christian sowie einen Abend im Pub geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen und irgendwas machen. Spazieren gehen oder so, je nach Wetter.
Blogged under Knitterfee by admin on Mittwoch 20 April 2011 at 14:52
Eins muss ich zugeben: an den ersten sonnigen Wochenenden haben sich am Wochenende die Innenhöfe durchaus in eine nette, von uns Bewohnern belebte Atmosphäre gehüllt – fast schon ein bisschen mediterran. Wenn nur nicht immer das kleine Wörtchen “aber” wäre.
Fangen wir also an. Und zwar heute ganz ohne ein einziges Bild – was fast ein bisschen gegen meine Ehre geht, aber hier geht es um ernste Dinge.
Aaaaber:
Endlich Zeit die Fenster zu kippen, um tagsüber etwas Luft in die Wohnung zu lassen! Zu dumm nur, wenn der eigene Schreibtisch keine 10 Meter vom Spielplatz entfernt steht. Man möge mich nicht falsch verstehen, auch bitte Ihr lieben Nachbarn mit Kindern nicht: Ihr stört mich nicht, das spielen Eurer Kinder auch nicht. Aber die Schaukeln. Sie quietschen. Sie quietschen eintönig. Queeek Queeek Queeek Queeek Queeek. Unsere liebe Hausverwaltung reagiert wie immer nicht auf E-Mails. Und den Lärm abstellen tut sie natürlich auch nicht.
Aaaaber:
Letzten Freitag kam ich nach Hause, da standen plötzlich zwei junge Männer in einem der vorderen Gärten und mähten und machten und taten. Ich finde es extrem unangenehm und beängstigend, wenn plötzlich jemand unangekündigt jemand im Garten steht. Auch hier hat unsere Hausverwaltung mal wieder gefailt. EPIC gefailt, genau genommen.
Denn telefonisch war dort niemand zu erreichen, und ich hatte zwei zum Glück sehr nette und höfliche Gärtner hier stehen, die eigentlich nur Ihren Job machen wollten.
Ich bin ja fast froh, dass ich früher nach Hause gekommen bin, ich möchte nicht wissen, wie schockiert ich gewesen wäre, wenn ich nach Hause gekommen wäre und meine Blumen wären verschoben gewesen und der Rasen kürzer. Dazu muss man sagen: Uns wurde bei Mietbeginn nicht mal mitgeteilt, dass die Gärten für uns instand gehalten werden, und wir möchten das eigentlich auch nicht. Denn die “Hecken”, die ja als “Sichtschutz” gedacht sind, werden mit Sicherheit nicht dichter wachsen, wenn einmal die Woche (so war die Information der beiden Gärtner) ein Rasenmäher und eine Motorsense und zwei Männer durchrennen.
Aaaaber:
Thema Sicherheit:
Ende März saßen wir in unserer Küche und wurden leider durch eine Gruppe Jugendlicher gestört, die sich auf den Bänken vor und in unserem Garten aufhielten.
Einer von ihnen setzte sich auf die Rückenlehne der Bank und auf die Mauer, lehnte sich in die Pflanzen (“Sichtschutz”), und fiel beinahe in unseren Garten.
Dabei kann ich sie ja sogar verstehen – ich hab als Jugendliche auch nichts anderes getan. Aber warum muss es überhaupt so weit kommen?
Als sie uns dann bemerkten, verließen sie zwar die Höfe, allerdings war dies nun der erste Vorfall, der so dermaßen in unsere Privatsphäre eingriff und so ziemlich all unsere Befürchtungen bestätigt. Und wir sprechen hier heute von Temperaturen von 8 Grad und leichter Bewölkung, ich mag gar nicht dran denken, wie das im Sommer wird.
Ich frage mich, wie man so hirnfrei konzipieren kann (ich sage nur: Telefon- und Internetanschluss, Sicherungskasten alles in der Abstellkammer: rechts. Einzige Steckdose in der Abstellkammer: links.)
Die Verwaltung sagt zu der Terrassensituation: “Eine Handhabung gegen die Passanten und ein Mangel an der Mietsache sehen wir aktuell nicht. Wir würden uns jedoch freuen, wenn wir diesbezüglich in Kontakt bleiben, um die Entwicklung zu beobachten.”
Aaaaber:
Im dritten Kellergeschoss werden uns nun für 5,50 pro m² (inklusive Betriebskosten, WOW!) abschliessbare, gemauerte Kellerräume angeboten – nachdem gerüchteweise aus den Gitterkäfigen in den Gemeinschaftskellern schon in den ersten Wochen nach Mietbeginn einiges geklaut wurde, natürlich ein schmaler Streifen Sonne am Horizont – NICHT. Um mit meiner Mutter zu sprechen, die diesen Spruch übrigens schon lange vor Frau Holofernes kultiviert hat: Ich glaub es hackt.
Zumal natürlich kein Fahrstuhl aus den Wohnhäusern ins dritte Kellergeschoss fährt. Another Epic Fail.
Aaaaber:
Zu guter Letzt: Der REWE City kommt! Yaaaay! Im August! Can’t wait. No, really, can’t wait! Jeden zweiten Morgen werde ich von Bohren oder Hämmern aus dem Bett geschmissen. An jedem anderen Morgen bin ich einfach schneller als die Herren vorne im Haus. Und dann geht es den ganzen Tag so. Entweder hämmern, oder bohren, oder leichtes klopfen, aber durchgängig eine wahrnehmbare Geräuschkulisse. Ich sag nur queeeek queeek. Es ist hier tagtäglich so ein bisschen wie in einer Aufführung von Stomp – nur nicht so melodisch.
Wer es schafft, das hier auch nur einen Arbeitstag, 8 Stunden am Stück, durchgängig bei sich im Büro laufen zu lassen ohne davon Kopfschmerzen zu kriegen oder wahnsinnig zu werden, darf mir dann auch höchstoffiziell sagen, dass ich mich nicht so anstellen soll.
Jaaa genau. Die Wanne ist voll. Ich sitze in meinem Büro und es wird gebohrt. Es wird in der Neanderstrasse 3 gebohrt, also noch nicht mal in unserem Haus, sondern relativ weit weg. Und im Keller. Und trotzdem hört es sich so an, als würde jemand im Flur stehen und mal wieder irgendwas aufbohren.
Ich habe aber jetzt gelernt, dass Wasser im Keller steht. Bis vor ein paar Tagen wussten wir lediglich, dass das Gebäude unten feucht ist. Jetzt steht Wasser im Keller der Neanderstrasse 3. Olé olé! Wann ist es wohl bei uns soweit?
Eben habe ich im Vorbeigehen gesehen, dass wohl einige unserer Nachbarn Sachen retten konnten, anders kann ich mir nicht erklären, dass ein (eindeutig nicht neuer) Gefrierschrank im Hauseingang steht…zusammen mit einigen Kisten. (Edit: der Mann am anderen Schreibtisch sagt gerade, da würden Leute einziehen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das Haus voll bewohnt ist.)
Als wir Mitte September unsere Wohnung von Frau R. übergeben bekamen, sagte sie uns, dass lediglich noch kosmetische Arbeiten am Gebäude vorgenommen würden. Schlau wie sie ist, hat sie natürlich vergessen zu erwähnen, dass auch kosmetische Arbeiten Lärm machen können. Viel Lärm.
Nun haben wir Februar, und immer noch tönt das romantische “Surren” der Steinsägen durch die Neanderstraße und den Neuen Steinweg. Vom REWE City, den die Maklerin uns am Einzugstag noch ankündigte, hat man auch nicht wirklich etwas gesehen. Die Gewerbefläche neben “Dat Backhus” steht nach wie vor leer – dafür haben es sich aber schon ein paar Graffitis an den Wänden gemütlich gemacht. Dass eine der Glas-Eingangstüren des Backhus schon seit Wochen demoliert ist und durch eine Holzplatte nur notdürftig ersetzt wurde, wird da ja auch irgendwie zur Nebensache.
Ein weiteres Problem für uns als Neumieter sind natürlich auch die alteingesessenen Bewohner der umliegenden Häuser, die zum Teil auch vergeblich gegen den Bau dieses Wohnblocks gekämpft haben. Ich kann das verstehen: mehrere Jahre neben einer Großbaustelle zu wohnen, reibt einen mit Sicherheit auf. Aber wir als Mieter können auch nichts dafür, und es gibt mit Sicherheit bessere Adressaten für den Frust als uns – wir haben dieses Projekt nicht geplant und umgesetzt, wir wollten einfach nur in diesen Stadtteil ziehen und in einer schönen Umgebung wohnen. Und wer es nicht glaubt: Wir sind von diesem Projekt mittlerweile ähnlich nicht-überzeugt wie die Bürgerinitiative. (Wer also eine schöne und vielleicht sogar moderne/modernisierte Mietwohnung in Hamburg kennt (die üblichen Stadtteile, wir würden sogar in der Neustadt bleiben), die ab 85 m² groß ist und 3, vielleicht sogar 3 1/2 oder 4 Zimmer hat, eine Einbauküche und eine Badewanne wären auch schön) – Preis erstmal egal, kann mir gern Bescheid geben. Teurer als hier kanns kaum noch werden. Achja: Wohnung, die über die Firma Wentzel Dr. verwaltet werden, fallen raus – man kennt das ja, Regen, Traufe und so.
Und sonst? Wir haben gelernt, dass man sich beim Bäcker im Edeka rechts anstellt. Im Backhus funktioniert das irgendwie nicht – da sollte man vielleicht mal organisierend helfen, liebes Backhus-Team.
Blogged under Knitterfee by admin on Mittwoch 19 Januar 2011 at 14:47
Wallhöfe Hamburg Innenhof, 18.Oktober 2010
Es ist nicht ganz 4 Monate her, dass wir eingezogen sind – in eine Wohnung, für die damals weder eine funktionierende Klingel noch ein Briefkasten vorhanden war.
Ursprünglich hatte ich an dieser Stelle dann wieder einmal angefangen, lang und breit über die Zustände in den ersten 2 1/2 Monaten in dieser Wohnung zu berichten. Nach 3 Sätzen fiel mir dann aber auf, dass ich jetzt gerade keine Zeit habe, einen Roman zu schreiben, und ja eigentlich nur mal ein Update zum Thema Wallhöfe schreiben wollte.
Als es anfing zu schneien, hatten wir ja auch erstmal wieder Ruhe. Die Arbeitsbühnen, deren Motoren tagtäglich von 8 bis 5 um uns herumgedröhnt hatten (Lärmbeispiel gefällig? http://www.youtube.com/watch?v=AfsC1grjK6M), waren mittlerweile abgezogen. Die gröbsten Mängel waren beseitigt. Die Tore waren angebracht (wer regt sich schon über so Kleinigkeiten wie fehlende Schlösser auf, vier Monate nach Einzug). Unsere Terrasse hatte einen Rasen erhalten und etwas, das wohl mal Hecken werden sollen.
Der Bäcker “Dat Backhus” ist am neuen Steinweg eingezogen und versorgt die neuen Bewohner des neuen Steinwegs und der Neanderstrasse mit Brötchen (und die nicht-neuen bestimmt auch )
Seit dieser Woche Montag jedoch ist er wieder da: Der Alptraum Baulärm. Täglich wird im Haus gebohrt und gehämmert. Bauarbeiter klingeln mich von meinem Schreibtisch weg, weil sie die Wohnungen nicht auseinander halten können. Man erzählt sich, der Bau sei feucht und der Lärm komme von “Verpressungsarbeiten”. Es soll wohl noch die nächsten 2 bis 3 Monate so weitergehen.
Ich kann für uns beide sprechen, dass wir aus dieser Geschichte gelernt haben. Wir würden hier nicht nochmal einziehen – und wenn Freunde oder Bekannte uns fragen würden, ob wir empfehlen können in die Wallhöfe zu ziehen, würde ich ihnen mit Sicherheit davon abraten. Und wir werden nie wieder in einen Neubau-Erstbezug ziehen – egal ob uns die Maklerin bei der Besichtigung eine Fertigstellung für August verspricht oder nicht.