The Geek shall inherit the earth.

Selbermacher: Magnetwand für Schminki

7. Juli 2014 von Knitterfee | 5 Kommentare

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Es ist schon eine Weile her, dass ich meinen Kosmetiktisch bastelte – in der Zwischenzeit hat sich auch nochmal einiges geändert, was Organisation angeht. Nicht geändert hat sich jedoch meine Idee, meine Puderprodukte, Blushes und im Prinzip alles, was in runden Dosen verpackt ist, an einer Magnetwand zu befestigen. Egal wo Ihr Eure Kosmetik aufbewahrt, für eine kleine, hübsche Magnetwand ist bestimmt immer etwas Platz Wink

Aber vielleicht zeige ich Euch erstmal meinen Schminkplatz, der nicht ganz die Hälfte meines Arbeitsplatzes einnimmt:
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Der Schreibtischaufsatz (heißt MICKE, gibt’s für 30 Euro bei IKEA) ist noch aus meiner alten Schminkplatz-Konstruktion mit umgezogen, und momentan überlege ich, ob ich die große Kugel-Lampe von IKEA durch eine LED-Leiste oder ähnliches austausche. Wenn Ihr da Tipps habt, was gut funktioniert, würde ich mich sehr über Kommentare freuen. Ansonsten ist der Schminkplatz für mich aber perfekt:
Alles griffbereit (unter der Tischplatte befindet sich noch eine Schubladendings für mehr Schminki, Nagellacke und Haarkram), das Licht ist gut, und ich kann beim Schminken YouTube-Videos gucken Wink

Die Rückseite des Schreibtischaufsatzes ist magnetisch, was mich auf die Idee brachte, meine Produkte mal zu magnetisieren.

Was man dafür braucht: idealerweise eine Heißklebepistole*. Es gibt zwar auch selbstklebende Magneten, denen traue ich aber nicht so richtig.
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Meine Heißklebepistole ist eine ganz einfache aus dem Hobby-Markt. Wenn ich nochmal eine kaufen würde, würde ich vermutlich etwas mehr investieren, denn sie tropft ziemlich fies rum und der Kleber lässt sich nicht so gut dosieren, ich vermute, es gibt Systeme, die etwas besser und sauberer funktionieren.
Dann braucht Ihr natürlich noch Magnete*.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wo ich meine ursprünglich gekauft habe – verwendet habe ich für größere Produkte Magneten mit etwa 20mm Durchmesser, für kleinere und leichte Produkte mit Pappverpackung Magneten mit 10mm Durchmesser.

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Da ich aber noch so einige Produkte übrig habe, werde ich mich vermutlich bei den nächsten Magneten für sehr starke Neodym-Magnete* entscheiden, da selbst die 20mm starken Magnete nicht immer alle Verpackungen zuverlässig halten.

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Dies sind die Schätzchen, die sich noch dekorativ zu den anderen an die Magnetwand gesellen möchten <3
Und Mary-Lou kann endlich mit den ganz neu zugezogenen Schwestern Cindy-Lou** und Betty-Lou** zusammenwohnen Grin
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Habt Ihr ähnliche Magnetlösungen?
Und habt Ihr Tipps zu dem Beleuchtungs-Dilemma?

* Affiliate-Link
**Beim Schlammcatchen gegen Janine gewonnen

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Liebe macht blind

16. Mai 2014 von Knitterfee | Keine Kommentare

oder: wie ich einen Liter zuckerhaltige Limonade trank.

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Ich steh ein bisschen neben mir. Und das ist eine Zwischenmeldung zum Thema Mai Challenge.
Ja, ich bin ziemlich hart verliebt. Ekelhaft. Ich glaub, wenn ich mir das von außen ansehen müsste, hätte ich großen Brechreiz. Aber muss ich ja zum Glück nicht, also genieße ich, und liebe und lebe und geh zum Zahnarzt.

Was das jetzt damit zu tun hat? Nicht so viel. Zum Zahnarzt gehen ist eben eine der Sachen, die ich in meinem Leben so regelmäßig mache. Weil ich echt schlechte Zähne hab. Voll blöd.
Nun hatte ich seit einigen Monaten eine Entzündung an der Wurzel eines bereits vor Jahren wurzelbehandelten Zahns, der auch noch mit einer alten Verblendkrone (wer nicht Zahnersatz spricht: Metall-Legierung mit Keramiküberzug im sichtbaren Bereich, quasi das Kassengestell unter den Kronen) überkront war.
Das ist insofern relevant, weil man durch existierende Vollkeramik-Kronen einfach durchbohren kann, als wäre es ein normaler Zahn. Nix da aber bei Verblend-Metall-Kack-Gedöns. Da muss die Krone runter. Und wenn die dann noch mit einer weiteren Krone verbunden ist… Lasst es mich so sagen, die liebe Wurzelbehandlungs-Spezialistin in der Praxis meines eigentlichen Zahnarztes hat etwa 1 1/2 Stunden gebraucht, bis das Ding endlich runter war, und dabei vier oder fünf Bohrer verschlissen.
Dann noch kurz in den Zahn rein, einmal ausspülen den ganzen Wurzelmist, zumachen, Provisorium drauf, fertig.
Denkste. Das war Montag. Montag war noch alles okay. Dienstag fing die Entzündung in meinem Kiefer richtig an zu wüten, so dass ich in der Nacht auf Mittwoch mal wieder nicht schlief. Also Mittwoch wieder ab in die Praxis, wieder aufmachen, normalerweise ist ja so ne Wurzelbehandlung für mich ein Spaziergang, in diesem Fall war’s sehr sehr aua!
Nach 2 Stunden wurde ich dann wieder nach Hause geschickt.
Der Schmerz war soweit weg, alles super – aber leider bekam ich eine dicke Backe. Orrr. Also rief ich Donnerstag im Laufe des vormittags mal in der Praxis an und fragte, ob das normal sei… und gewann mit dieser Preisfrage ein Antibiotikum. Yay.
Momentan ist der Zahn, Kiefer, die Wurzel, alles soweit ruhig, die Schwellung geht zurück und Schmerzen lassen sich auch gut behandeln.
Was das jetzt mit der Limonade zu tun hat?
In meiner geistigen Umnachtung, Verliebtheit, Narkoseresten… wer weiß schon genau was in meinem Kopf los war, oder auch eher nicht los war, kaufte ich bei Aldi Mezzo Mix, die Eigenmarke, weil es die dort auch als Zero-Variante gibt.
Irgendwann am nächsten Tag merkte ich jedoch, dass ich zuckerhaltige Limo gekauft hatte. Einen ganzen LITER! habe ich davon aus Versehen getrunken. Das entspricht etwa 100 Gramm Zucker. Ich wollte weinen und schämte mich ein bisschen, dabei war das ja gar keine Absicht. Aber gerade wenn ich doch ne Mai Challenge laufen hab, kann ich das doch nicht bringen!
Ich hab also ganz schnell den Rest weggekippt und mich noch ein bisschen geärgert.
Heute hatte ich mal einen schönen Tag ohne Zahnarzt-Besuch und Schmerzen, und habe mir meine Zeit geschenkt, mal wieder Essen zu machen. Weil ich in letzter Zeit jedoch häufiger mal merke, dass ich Hunger habe, etwa 20 Minuten bevor ich das Haus verlassen muss, habe ich beschlossen, wieder auf gemischte Platten umzusteigen.
Habe heute also Hähnchenstücke gebraten und Hackbällchen hergestellt, Lachssalat gemacht (neuerdings lieber mit Gurke anstatt Erbsen), und ein halbes Kilo Champignons mit Knoblauch und ein paar getrockneten Tomaten in eine leckere Antipasti-Sauerei verwandelt. Dazu wohnen jetzt noch wieder ein paar leckere Käsesorten, Katenschinken und französische Salami im Kühlschrank. Und Eier, Spinat und Schafskäse warten noch darauf, in den nächsten Tagen zu einer Tortilla verarbeitet zu werden.
Am Sonntag wartet jedoch mein Ausnahme-Tag auf mich. Der einzige, den ich mir für diesen Monat vorgenommen habe, und vermutlich auch der einzige, den ich “brauchen” werde.
Gewogen hab ich mich in den letzten Tagen nicht, Kleidung sagt aber eher “läuft nich so gut”.

Wartenwamaab.

Achja: Einige von Euch wollten sich ja der Mai-Challenge anschließen, wie sieht’s denn bei Euch so aus?

 

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Das eine Mal.

20. April 2014 von Knitterfee | Keine Kommentare

Das eine Mal, als ein Junge beim spielen zu mir sagte “aber nur wenn Du meine Frau spielst.” und mich dabei komisch ansah.

Das eine Mal, als ich im Schulkarneval ein Kleid trug und die Jungs mir den Rock hochrissen.

Das eine Mal, als ich 15 war und ein alter Mann mir auf die Brüste starrte und sagte “Du hast aber schöne Augen.”

Das eine Mal, als mich ein Typ in einer Online-Singlebörse fragte, ob ich auch auf Mädchen stehe.

Das eine Mal, als es meine 20 Jahre alte Ferienbekanntschaft nicht kümmerte, dass ich erst 14 war.

Das eine Mal, als ich mit 18 eine ältere Prostituierte kennenlernte, die mich fragte, ob ich bei Ihr im Puff arbeiten will.

Das eine Mal, als mich und drei Freundinnen einige Männer auf der Straße fragten, ob wir noch Jungfrauen seien.

Das eine Mal, als ich nach dem Sex fragte ob ich bleiben oder gehen sollte, und er sagte “Naja, ich muss morgen früh raus und ich schlaf auch immer schlecht wenn ich nicht alleine schlafe.”

Das eine Mal, als mein Chef mich von hinten umarmte, während ich an meinem Schreibtisch saß, und mich küsste.

Das eine Mal, als ich herausfand dass mein Partner mich jahrelang mit Prostituierten betrogen hatte.

Das eine Mal, als mir jemand unterstellte dass ich nicht mit ihm flirte, weil ich rassistisch bin.

Das eine Mal, als mich im Vorbeigehen zwei Männer fragten, ob ich heute einen guten Schnitt gemacht hätte.

Das eine Mal, als ein Bekannter mich auf den Hals küsste und mir an den Arsch griff, als ich betrunken war und nicht mehr so gut stehen konnte.

Das eine Mal, als ein Mann mir für 50 Euro eine “Zigarette abkaufen” wollte.

 

Ich will das nicht kommentieren, ich will kein Mitleid, und ich will auch hier keine Kommentare.
Ich will es nur einfach gesagt haben. Und ich will sagen: Ich wundere mich selbst manchmal, dass ich nach dem ganzen Scheiß überhaupt noch Frau sein mag und nicht jeden Mann für völlig ekelhaft halte. Jeder verdient seine eigene Chance.

Das eine Mal.

 

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Neunziger-Nostalgie.

21. März 2014 von Knitterfee | 4 Kommentare

Wir sind alt genug, um nostalgisch zu werden. Und ich muss ehrlich sagen, bei all dem was die von ZDF Neo da ausgebuddelt haben, wird mir ein bisschen schmerzig ums Herz – insbesondere, weil das wirklich die Neunziger waren, wie ich sie erlebt habe. Auf.den.Punkt.

Insbesondere die Sache mit den Schnapp-Armbändern und den Plastikschnullern. Hachz.
Ich war sogar mal auf einem Mr. President-Konzert. Mit Lemon Tree haben wir die Laustärke von Stereoanlagen getestet, bis uns fast die Ohren geplatzt sind.
Und natürlich hatte ich auch so einen lustigen Scall-Pager. In Rosa. Ich hör jetzt auf – aber vielleicht mach ich ja irgendwann noch diesen  Neunziger-Tag mit, der irgendwo auf YouTube rumgeistert. Wenn das überhaupt jemand wissen will…? Grin
Bis dahin zieht Euch das hier rein, sofern Ihr noch nicht habt:

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