Nicht die Eltern, die ihrem Kind nicht zugehört haben.
Nicht die Klassenkameraden, die auf ihm rumgehackt haben.
Nicht die nicht vorhandenen Freunde.
Versteht mich nicht falsch, mir tut es um jedes Menschenleben leid, es ist grauenvoll was da passiert ist.
Nur wenn dann Kinder dazu ermutigt werden sollen, ihren Eltern und Lehrern mitzuteilen, wenn sich ein Mitschüler “seltsam” verhält, dann frage ich mich nach dem Sinn.
Ich weiß nicht genau, was einen Teenager dazu treibt, sinnlos Menschen umzubringen, aber es sind mit Sicherheit nicht die Videospiele, mit Sicherheit nicht sein Interesse an Waffen und Sportschießen.
Da sagt ein Psychologe im Fernsehen, die meisten Amokläufer seien ja männlich und hätten ein übermäßiges Aufmerksamkeitsbedürfnis.
Ja, dann sollte man sich vielleicht mal Gedanken darüber machen, wie man Mobbing in Klassenzimmern vermeidet, auch stillere Kinder integriert, Eltern zum zuhören und Kinder zum reden bringt.
Leichter ist es aber natürlich, die Schuld nicht bei sich zu suchen, und mit “sich” meine ich jeden Einzelnen und sein Verantwortungsgefühl für unsere Gesellschaft. Unsere kranke Gesellschaft…