The Geek shall inherit the earth.

Du!

30. Mai 2008 von Rari | 2 Kommentare

Genau. Ich.

Wer nicht weiß, was das ist, ja, es ist auch sehr schwer zu erkennen: Es ist mein Kopf in der Schlinge Kürzel unter einem Proof. Richtig. Weil ich heute das erste Mal ein Proof unterschrieben habe. Weil mein Chef meine Frage “Okay, ich seh das dann an, aber wer unterschreibt das denn dann wenn Du nachher weg bist?” mit “Du!” beantwortete.

*verneig*

(Und wer jetzt immer noch nicht weiß, was das bedeutet: Ich habe diesen Proofausdruck auf Fehler überprüft, meine Korrekturen an den Bildern notiert, und den Ausdruck unterschrieben. Das bedeutet, dass dieser Ausdruck dann noch weiter zu anderen Stationen im Hause geht, wie z.B. einem Lektor oder dem Kundenkontaktmenschen usw. Dann kommt das alles wieder zurück und die Korrekturen von allen werden ausgeführt. Und das machen wir so oft, bis keiner mehr was zu meckern hat und so ein Ausdruck mit einem Kurier zum Kunden geschickt wird. Wenn man also nichts mehr zu meckern hat und unterschreibt, dann heisst das, dass man für seinen Bereich (Bildbearbeitung, Text, usw) in der internen Qualitätssicherung den Kopf hinhält, weil man ja damit sagt, dass alles okay ist.)

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Ostsee-Kurzurlaub

27. Mai 2008 von Rari | 2 Kommentare

Yay, ein ganzes Wochenende nur für uns!
Okay, es ging ein wenig stressig los, denn wir mussten noch fürs Wochenende und einen Teil der nächsten Woche einkaufen.
Erwähnte ich bereits, wie sehr ich den real Markt nicht-mag?! Wenn ich z.B. bei der Abteilung für Fertigsoßen im Glas, wo man auch dieses superleckere Kartoffel mal anders – Zeug findet, feststelle, dass ich den Würfelschinken für das Kartoffelgratin vergessen habe, dann muss ich nen Kilometer zum Schinken zurücklaufen, um eben jenen zu holen. Aber gut, ich tröste mich damit, dass ich einen Teil des Schinkens damit von meinem “Schinken” schon runtertrainiert habe. Ist wahrscheinlich auch nur Einbildung, fühlt sich aber dann weniger Scheiße an.
Wir haben ausserdem festgestellt, dass in einen normalen Smart Einkäufe für zwei Personen passen, für mehr aber nicht. Und Getränke sollte man sich gleich aus dem Kopf schlagen.
Aber: wir sind ja nur zwei, und Getränke sind noch genug auf dem Balkon, also war das alles kein Problem.
Also sind wir wieder nach Hause, haben die Einkäufe auseinandergeräumt, was soll mit ins Wochenende, was soll hierbleiben, und haben uns auf den Weg gemacht – gegen 10 Uhr abends.
Da wir noch nicht zu Abend gegessen hatten, und der Tag jedenfalls bei mir semistressig war, beschlossen wir, uns beim Burgerbrater mit dem goldenen M ein wenig Pressfleisch und Kartoffelstäbchen reinzutun. Ich mag dazu nicht mehr essen sagen, essen ist was anderes find ich (dazu später aber noch mehr).
Weiter nach Schönberg, und in der Dunkelheit dann die Zufahrt nach Brasilien finden.
Wir kamen am Haus an und ich durfte mich über den Rasenwildwuchs freuen, den ich hier schon immer mal sehen wollte.
Ich weiß jetzt auch aus eigener Erfahrung, dass solch ein Wildwuchs sehr unpraktisch zum durchgehen ist, aber es sieht einfach toll aus!

(Das Bild stammt natürlich nicht vom Abend unserer Ankunft, sondern von Samstag morgen.)
Dann musste ich natürlich noch die brasilianische Tradition des “Nachsehen ob das Wasser noch da ist” einhalten – Christian wollte das wieder gleich an die Frage anknüpfen, ob wir unseren Kindern später mal die Geschichten vom WEihnachtsmann und Osterhasen antun wollen, oder nicht, ich find nämlich man sollte das nicht tun, ich konnte aber erklären, dass die Sache mit dem Wasser einfach nur eine bestätigende Aktion ist.
Wenn man ankommt, dann guckt man eben nach ob das Wasser noch da ist, und es ist logischweise immer da! Die Bestätigung dafür braucht man eben nur, sonst könnte es ja sein dass das Wasser eines Tages nicht mehr da ist und man hat es gar nicht gemerkt.
Nachdem wir dann das Auto ausgeladen und die Lebensmittel verstaut hatten, sind wir auch recht schnell ins Bett gefallen – müüüde!
Meine persönliche Müdigkeit war allerdings um 6:30 Uhr am Samstag morgen schon wieder vorbei, und ich genoss das schöne Wetter und die Ruhe und die Ruhe und – ja genau, die Ruhe.
Wenn das einzige, was man beim aufwachen hört, Vogelgezwitscher und Meeresrauschen ist, und die Sonne einem auf das Gesicht scheint, das ist schon ein ziemlich ideales Heidi-Gefühl, ausser dass Heidi ja kein Meeresrauschen hatte. Irgendwann stellte ich aber fest, dass ich nicht alleine war – irgendwie hatte sich ein Baby-Kaninchen auf die Terrasse verirrt. Es sah nicht sonderlich gesund aus und machte auch keinen Mucks, selbst als ich mich bewegte um die Kamera zu holen. Ich hab es dann sanft weggescheucht, und es hoppelte eher langsam wegThinking

Häschen 1 Häschen 2
Ich traf dann noch meine Cousine Inga und ihre Kinder, die sehr engagiert Tannen mit seltsam blauem Granulat düngte und von der ich erfuhr, dass der Wildwuchs auf dem Grundstück Nr. 5 bald ein Ende hat, da es bei der nächsten großen Mähaktion des Rasenmäh-Beauftragten mitgemäht werden soll. Auch gut, ich wollts ja nur einmal so sehen Smile
Christian und ich frühstückten dann irgendwann und machten uns fertig, um noch ein bisschen in Kiel zu shoppen – diverse Katastrophen vor meinem Fund von 4 T-Shirts erspar ich euch, letzten Endes wurden wir fündig und entdeckten beim Karstadt die Lebensmittelabteilung, die wie in Barmbek beim Hertie “Perfetto” heisst, im Gegensatz zum Barmbeker Kollegen allerdings ein wahres Paradies mit einem unglaublich großen Sortiment ist – inklusive einer riesigen Bio-Abteilung, die wirklich echte Bioladen-Produkte führt.

Zurück im Haus machten wir dann noch eine kleine Modenschau mit unseren neu erjagten Klamotten und beschlossen, einen kleinen Nachmittagsschlaf zu machen. Der dauerte recht lange, so dass sich unsere Abendplanung (Essen gehen und ESC gucken) um eine halbe Stunde verschob. War aber okay.
Wir hatten nämlich beschlossen, Fisch bei Familie Meyer im Seestern essen zu gehen – und wir haben beschlossen, dass wir wohl für immer Fisch-Einsteiger bleiben. Die Einsteigerplatte mit Seelachs, Butt und insbesondere Dorsch war nämlich superlecker und grätenfrei. Ich glaube, der Seestern ist einer dieser seltenen und kostbaren Orte, an denen fast die Zeit stehenbleibt, denn ich meine mich erinnern zu können, vor ca 20 Jahren das erste Mal dort Scholle gegessen zu haben – und dass das Restaurant genauso aussah wie es heute auch noch ist (vielleicht haben sie die Möbel ersetzt, aber der etwas rustikale Charme ist immer noch vorhanden.) Was aber eben auch immer noch da ist, ist die Herzlichkeit und zuvorkommende Art, mit der man als Gast dort behandelt wird – bodenständig und familiär.

Über den ESC brauche ich ja nun wirklich nicht berichten – ich bin froh, dass wir nicht auf dem Spielbudenplatz waren dieses Jahr, denn mir Nicole anzusehen, wie sie zu Playback rumhampelt, muss ich mir wirklich nicht antun. Party is was anderes.

Sonntag sind wir auch recht langsam und ruhig in den Tag gestartet, waren am Strand, allerdings war es sehr windig und wir waren müde, so gingen wir nochmal Mittagsschlaf machen und fuhren dann gegen Abend wieder zurück nach Hamburg.

Soviel also zu unserem wunderbar entspannten Wochenende – inklusive neuer Portraits Wink
Christian Inka

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